Unister Firma von verunglücktem Manager bekam Steuergelder in Millionenhöhe

Projekte der insolventen Internetfirma Unister sind mit Fördermitteln unterstützt worden. Drei Wochen nach dem Flugzeugabsturz von Gründer Thomas Wagner steht fest: Die Beträge müssen nicht zurückgezahlt werden.
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Foto: Unister

Das insolvente Leipziger Internetunternehmen Unister hat Fördermittel in Millionenhöhe erhalten. Es seien vier Projekte des Unternehmens unterstützt worden, teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit. Zwei der Projekte mit einem Volumen von sechs Millionen Euro sind demnach bereits abgeschlossen.

Unter anderem habe es sich um Lohnkostenzuschüsse für die Schaffung zusätzlicher Dauerarbeitsplätze gehandelt. Da Unister die Vorgaben eingehalten habe, müsse das Geld nicht zurückgezahlt werden.

Die Fördermittel stammten aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" und wurden jeweils zur Hälfte von Bund und Land finanziert, hieß es. Für zwei weitere Projekte wurden demnach 1,7 Millionen Euro bis 2018 zugesagt, aber noch nicht voll ausgezahlt.

Unister war nach dem Tod von Gründer und Firmenchef Thomas Wagner bei einem Flugzeugabsturz vor etwa drei Wochen endgültig in eine Krise geraten. Außer der Holding befinden sich nun zwölf Tochterfirmen in Insolvenz. Knapp 900 der insgesamt etwa tausend Mitarbeiter sind davon betroffen. Laut dem Insolvenzverwalter Lucas Flöther gibt es nach ersten Rückgängen wieder steigende Buchungszahlen auf den Reiseportalen.

asa/dpa
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