Abkehr von Boeing United Airlines bestellt 50 Flugzeuge bei Airbus

Es ist die vierte Großbestellung einer US-Fluggesellschaft in diesem Jahr: United Airlines setzt bei Langstreckenjets auf den europäischen Hersteller Airbus. Ein Rückschlag für den US-Rivalen Boeing.
Eine Boeing 737-800 und ein Airbus A320 von United Airlines: Künftig setzt die Fluggesellschaft auf Airbus A321XLR

Eine Boeing 737-800 und ein Airbus A320 von United Airlines: Künftig setzt die Fluggesellschaft auf Airbus A321XLR

Foto: Louis Nastro/ REUTERS

Ab 2024 will die US-Fluggesellschaft United Airlines ihre bestehende Boeing-757-Flotte erneuern - und hat dafür beim europäischen Hersteller Airbus 50 neue Langstreckenjets vom Typ A321XLR bestellt. Preisangaben machte das Unternehmen zunächst nicht. Die Flugzeuge dürften laut dem Finanzdienstleister Bloomberg gut sieben Milliarden Dollar kosten, allerdings sind bei Großaufträgen starke Rabatte üblich.

United ist damit ein weiteres US-Unternehmen, das trotz höherer Zölle auf europäische Flugzeuge einen Vertrag mit dem Boeing-Rivalen abschließt. Bereits im Juni hatte Airbus bekanntgegeben, dass American Airlines als erste große US-Fluggesellschaft 50 Maschinen des Typs A321XLR in Auftrag gegeben hat. Auch JetBlue Airways und Spirit Airlines haben Maschinen aus dieser Flugzeugfamilie bei Airbus   bestellt.

United Airlines will seine A321XLR-Flugzeuge zwischen der US-Ostküste und Europa einsetzen. Sie sollen neue Ziele wie etwa Portugal bedienen. United gab zudem bekannt, eine Lieferung größerer Airbus-Jets vom Typ A350 bis 2027 aufzuschieben.

Als A321XLR bezeichnet Airbus die Langstreckenversion seiner A321neo. Die Maschinen sollen eine Reichweite von 8700 Kilometern haben, die Flüge von Europa nach Amerika oder Indien ermöglicht. Dabei soll der Jet 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die bislang noch oft auf solchen Strecken verwendete, aber nicht mehr produzierte Boeing 757. Boeing ist durch seinen nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Bestseller 737 Max im Wettrüsten mit Airbus derzeit stark zurückgeworfen.

kko/dpa/Reuters