Schadensbegrenzung United Airlines schließt Vergleich mit rausgeworfenem Passagier

United Airlines hat sich nach eigenen Angaben mit dem rausgeworfenen Passagier in den USA gütlich geeinigt. Auch andere Reisende profitieren von dem peinlichen Zwischenfall.

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In der Affäre um den Rauswurf eines Passagiers hat die US-Fluggesellschaft United Airlines einen Vergleich mit dem Betroffenen erzielt. Das teilte der Anwalt des Fluggasts am Donnerstag in Chicago mit. Im Rahmen des außergerichtlichen Kompromisses sei vereinbart worden, dass die Details der Entschädigung vertraulich bleiben. United bestätigte eine gütliche Einigung mit dem Kunden.

Angestellte des Unternehmens hatten den Mann kürzlich von der Flughafenpolizei aus einer überbuchten Maschine zerren lassen, weil er seinen Platz nicht hatte räumen wollen. Das rüde Vorgehen gegen den Mann, der sich laut seinem Anwalt die Nase brach, zwei Zähne verlor und eine Gehirnerschütterung erlitt, hatte weltweit Empörung hervorgerufen.

United teilte zudem mit, dass Passagiere, die freiwillig ihre Plätze aufgeben, künftig eine Pauschale in Höhe von bis zu 10.000 Dollar gezahlt bekommen. Bisher lag das Limit bei 1350 Dollar.

Im Video: Zwei PR-Desaster für United Airlines in nur wenigen Tagen

Kamera One

cvo/dpa

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michlauslöneberga 27.04.2017
1. Das war
für UA bestimmt nicht billig, schon die Vertraulichkeitsklausel, in Amerika sonst eher unüblich, spricht hier Bände. Interessant wäre nur noch zu erfahren, ob die 10 TU$ tatsächliches Geld, oder aber Gutscheine für Leistungen der UA sind. Andererseits, manche zahlen ja sogar dafür, sich verhauen zu lassen :-).
ein-berliner 27.04.2017
2. Vergleichsbereit
Wo bitte muss ich mich bei dieser Fluglinie anmelden um direkt aus der Maschine geworfen zu werden? Mit der Bitte um vertrauliche Information für den profitablen Ablauf...
gandhiforever 27.04.2017
3. Vorteil
Es ist fuer den Schuldigen immer vorteilhaft, sich aussergerichtlich mit dem Opfer zu einigen. So auch in diesem Fall. Offiziell ist United naemlich durch die aussergerichtliche Einigung nicht einmal schuldig, denn esw gibt keinen Schuldspruch. Und die Einzelheiten bleiben geheim. Somit ist kein Praezedenzfall bei zukuenftigen aehnlichen Faellen gegeben. Man darf jedoch davon ausgehen, dass die Airline 'grosszuegig' war, ist denen doch nicht an weiterer negativer Publicity gelegen. Der Anwalt des Arztes hingegen, der ja um den Inhalt der Vereinbarungen weiss, ist nun gefragter denn je.
cavete 27.04.2017
4. Zweifel bleiben
"In der Affäre um den Rauswurf eines Passagiers hat die US-Fluggesellschaft United Airlines einen Vergleich mit dem Betroffenen erzielt. [...] Im Rahmen des außergerichtlichen Kompromisses sei vereinbart worden, dass die Details der Entschädigung vertraulich bleiben. United bestätigte eine 'gütliche Einigung' mit dem Kunden." Das wird unter den gegebenen Umstaenden, und unter den Aguen einer aufmerksam gewodennen Oeffentlichkeit wohl die bestmoegliche Loesung sein. Jede Loesung, die bei der bekannten Sachlage auf Hemdsaermeligkite und Kronfrontation gesetzt haette, waere fuer das Bild der Fluglinie vermutlich bei den potentiellen Gaesten des Unternehmens als desastroes wahrgenomen worden. Es er fordert geraume Zeit und Geld, um den entstandenen Vertrauensvelust bei den Passangieren wieder wettmachen zu koennen. Ratsam koennte wohl auch sein, die Einstellung der Mitarbeiter an Bord an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Denn es wird sich moeglicherweise nicht vermeiden lassen, bei einer vergleichbarren Situation, eine ueberbuchten Maschine, ein Einvernehmen mit den zurueckgebliebenen Passagieren zu finden. Dass tatsaechlich alle Aspekte des Geschehens auch ihren Weg in die Oeffentlichkeit finden werden - daran kann man vermutich zweifeln.
emmy-lin.H 28.04.2017
5. Die wohl
mit Abstand lustigste Airline der Welt. Beim Milgram-Experiment würden United Mitarbeiter wohl direkt den Knopf abisolieren und die bloßen Metallenden der Drähte in die Steckdose führen ohne dass denen der Versuchsaufbau erklärt würde XD
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