US-Arbeitsmarkt Gute Job-Daten geben Börsianern Hoffnung

Es ist ein positives Signal für die hypernervösen Märkte: Die Zahl der Jobs in den USA ist stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Juli wurden 117.000 neue Stellen geschaffen. Die Anleger können nun auf ein Ende der Negativserie hoffen.

Börsenhändler in New York: "Der Markt zittert"
AFP

Börsenhändler in New York: "Der Markt zittert"


Washington - Kleiner Lichtblick am US-Arbeitsmarkt: Im Juli kamen 117.000 neue Jobs hinzu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 9,2 auf 9,1 Prozent. Die Zahlen waren nach dem Absturz der Weltbörsen mit besonderer Spannung erwartet worden. Experten hatten nur mit einem Zuwachs von höchstens 85.000 Stellen gerechnet.

Zudem wurde der Wert für Juni auf plus 46.000 Stellen korrigiert, nachdem in einer ersten Schätzung nur ein Zuwachs von 18.000 ermittelt worden war. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Vergleich zum Vormonat mit 0,4 Prozent doppelt so stark wie erwartet.

Gespannt hatte die Wall Street in dieser Woche die Arbeitslosenquoten erwartet. "Der Markt zittert", sagte Peter Coleman, Research-Direktor bei JMP Securities, dem "Wall Street Journal". "Die Arbeitslosenzahlen werden entscheidend sein, wollen wir Boden gewinnen."

Vor der Veröffentlichung standen die Zeichen noch schlecht. Die Zahl der Entlassungen war im Juli mit mehr als 66.000 so hoch wie in 16 Monaten nicht mehr. "Firmen stellen nicht mehr nur nicht ein", sagte Finanzanalystin Vera Gibbons, "sie feuern wieder." Auch Regierung und Behörden hatten seit Mai 2010 mehr als 900.000 Arbeitsplätze gestrichen. Selbst die Wall Street avisiert massive Stellenkürzungen.

Immer häufiger werden hier jetzt auch Vergleiche mit den dreißiger Jahren laut. Da schlitterten die USA nach dem Crash von 1929 in eine tiefe Depression - und zogen die Weltwirtschaft mit nach unten.

Nach der Zitterpartie um die US-Schuldenobergrenze und das 2,14-Billionen-Dollar-Sparpakethatten sich die Märkte zunächst nicht beruhigt. Im Gegenteil: Neben der Schuldenkrise in Europa sorgte die Angst vor einer Rezession in den USA für heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten. "War die Marktsituation in den letzten Tagen eher zermürbend, so ist die Stimmung nach den gestrigen herben Verlusten an den US-Börsen in Richtung Panik umgeschwenkt", sagte ein Händler.

Doch nach der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktzahlen drehte zumindest der Dax prompt ins Plus. Nachdem der deutsche Leitindex mit minus vier Prozent in den Handel gestartet war, konnte er am Nachmittag zeitweise leichte Gewinne verzeichnen.

kra/cte/dpa

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flower power 05.08.2011
1. So , wegen 117 000 Jobs gibt es Hoffnung
haha...ein echtes Lachgewitter. 117 000 Jobs ist Kaffee-Leserei. In % ausgedrückt für USA sind das verschwindend kleine Quoten, die schon in der Streuung zu finden sind. aber na klar, der Betrug mit den aktien muss ja weiter laufen. Nur immer schön Öl ins Feuer rein, und wenn das alle ist, dann eben den selbstgebrannten Schnaps. Die Explosion darf man nicht stoppen, sonst rennen die dummen Käufer davon.
e.schw 05.08.2011
2. Der Glaube versetzt Berge...
Zitat von sysopEs ist ein positives Signal für die hypernervösen Märkte: Die Zahl der Jobs in den USA ist stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Juli wurden 117.000 neue Stellen geschaffen. Der Dax reagierte prompt - nach hohen Verlusten am Vormittag drehte der deutsche Leitindex*nun ins Plus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,778581,00.html
Na also, da ist sie, die frohe Botschaft. Märchenhaft!
DiWef 05.08.2011
3. Also was denn nun?
Zitat von sysopEs ist ein positives Signal für die hypernervösen Märkte: Die Zahl der Jobs in den USA ist stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Juli wurden 117.000 neue Stellen geschaffen. Der Dax reagierte prompt - nach hohen Verlusten am Vormittag drehte der deutsche Leitindex*nun ins Plus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,778581,00.html
Jetzt also doch alles positiv, das Debakel ist abgewendet und alles wird wieder gut? Wie verar...t soll ich mir bei diesem permanenten Nachrichtenwechsel eigentlich noch vorkommen? Börse und politische/wirtschaftliche Realität sind doch schon lange voneinander entkoppelt. Solche Achterbahnfahrten beruhen auf computergestützen Handelsprogrammen, die mittlerweile 85% des Börsenhandels automatisch abwickeln und ohne jegliches Zutun von Menschen ihre Kauf- und Verkaufsparameter abarbeiten. Also hört hier mit dem Schmuh auf uns weísmachen zu wollen, dass hier Aktienmärkte auf irgendwas "reagieren" würden, das ist ja mittlerweile einfach nur noch lächerlich.
erbseneintopf, 05.08.2011
4. ach wie schön
Zitat von sysopEs ist ein positives Signal für die hypernervösen Märkte: Die Zahl der Jobs in den USA ist stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Juli wurden 117.000 neue Stellen geschaffen. Der Dax reagierte prompt - nach hohen Verlusten am Vormittag drehte der deutsche Leitindex*nun ins Plus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,778581,00.html
ist Spon nun der Börsenticker oder was ?
idealist100 05.08.2011
5. Sicher wie
Zitat von sysopEs ist ein positives Signal für die hypernervösen Märkte: Die Zahl der Jobs in den USA ist stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Juli wurden 117.000 neue Stellen geschaffen. Der Dax reagierte prompt - nach hohen Verlusten am Vormittag drehte der deutsche Leitindex*nun ins Plus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,778581,00.html
Sicher wie bei uns Zeitarbeiter und 1.-$ Jobber.
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