Nach Notlandung US-Flugaufsicht ordnet Inspektion aller Boeing 777 mit PW-Triebwerken an

Nach der Explosion auf einem United-Airlines-Flug müssen alle Boeing 777-200 mit Triebwerken von Pratt & Whitney zur Inspektion. Die US-Luftsicherheitsbehörde hat eine entsprechende Anordnung erlassen.
Boeing 777-200 der United Airlines mit brennendem Triebwerk bei Denver (am 20. Februar)

Boeing 777-200 der United Airlines mit brennendem Triebwerk bei Denver (am 20. Februar)

Foto: Hayden Smith/EPA-EFE/Shutterstock

Boeing selbst hatte Airlines bereits am Sonntag zur sofortigen Stilllegung aufgerufen, nun erfolgt die behördliche Anordnung: Nach dem Triebwerksausfall der zur Notlandung gezwungen Boeing von United Airlines am Wochenende ordnet die US-Flugbehörde FAA die Inspektion aller 777-200-Flugzeuge mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken an.

Betroffen sind insgesamt 128 Flugzeuge dieses Typs. Die Betreiber müssen eine spezielle Wärmebildinspektion der großen Titanschaufeln an der Vorderseite des Triebwerks durchführen, teilte die FAA mit. Nach ersten Erkenntnissen ist der Zwischenfall beim United-Flug 328 auf Materialermüdung zurückzuführen.

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Am vergangenen Samstag musste eine 26 Jahre alte Boeing 777-200 auf dem Weg nach Honolulu kurz nach dem Start in Denver umkehren und notlanden. In rund 4000 Metern Höhe war das rechte PW4000-Triebwerk des US-Herstellers Pratt & Whitney explodiert. Große Teile der Verkleidung stürzten auf bewohntes Gebiet nahe der Metropole im US-Bundesstaat Colorado.

Bereits zuvor hatte es zwei sehr ähnliche Zwischenfälle bei mit PW-Triebwerken ausgestatteten 777-200-Jets gegeben: Im Februar 2018 war ebenfalls bei einer United-Airlines-Maschine das rechte Triebwerk explodiert, das Flugzeug konnte noch auf dem Zielflughafen Honolulu notlanden. Im Dezember 2020 musste eine Maschine der Japan Airlines notlanden, die mit 189 Menschen an Bord von Okinawa nach Tokio unterwegs war, nachdem der linke Motor auseinandergeflogen war.

fdi/Reuters
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