US-Kraftwerke CO2-Ausstoß soll bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden

Die USA wollen den CO2-Ausstoß ihrer Kraftwerke drastisch reduzieren. Bis 2030 soll das Vorhaben umgesetzt werden, wie eine US-Zeitung berichtet. Das Ziel: Die Emissionen sollen um 30 Prozent unter den Wert des Jahres 2005 verringert werden.
Kohlekraftwerk in Maryland: Kohlendioxid-Ausstoß soll reduziert werden

Kohlekraftwerk in Maryland: Kohlendioxid-Ausstoß soll reduziert werden

Foto: MARK WILSON/ AFP

Washington - 16 Jahre. So viel Zeit geben sich die USA, um die CO2-Emissionen der Kraftwerke im Land drastisch zu senken. Bis 2030 will der Staat somit auf einen Kohlendioxid-Ausstoß kommen, der 30 Prozent unter den Wert des Jahres 2005, wie das "Wall Street Journal" berichtet. 

Das Vorhaben solle am Montag von der US-Umweltschutzbehörde EPA vorgestellt werden. US-Präsident Barack Obama hatte erst am Samstag erklärt, sein Land müsse mehr für die Reduzierung von Treibhausgasen tun.

In den USA sind die Kraftwerke, von denen die meisten mit Kohle betrieben werden, für rund ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes der weltgrößten Volkswirtschaft verantwortlich.

Nach Angaben der "New York Times" handelt es sich um eine der bisher stärksten Maßnahmen der US-Regierung gegen den Klimawandel. Die einzelnen Bundesstaaten dürften demnach selbst entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie das Ziel erreichen. Obama hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, entsprechende Regeln von seiner Regierung erarbeiteten zu lassen. Er braucht dafür nicht die Zustimmung des Kongresses. Es wird dennoch erwartet, dass der Vorstoß von Gegnern politisch und juristisch angegriffen wird.

In der Vergangenheit hatte es für Obamas Pläne zum Klimaschutz wiederholt Kritik von der Industrie und den Republikanern gegeben. Sie erklärten, durch die Maßnahmen würden der wirtschaftliche Aufschwung und Arbeitsplätze gefährdet.

Der Uno-Klimarat hatte indes die Staatengemeinschaft erst Mitte April eindringlich zu einem schnelleren und ambitionierteren Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen.

kha/Reuters/dpa