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14. November 2013, 18:39 Uhr

Lockheed Martin

US-Rüstungskonzern streicht 4000 Jobs

Das Budget fürs US-Militär schrumpft - und damit die dazugehörige Industrie: Der Rüstungskonzern Lockheed Martin baut rund 4000 Stellen ab. Auch mehrere Standorte sollen geschlossen werden.

Washington - Die Vereinigten Staaten müssen sparen, auch die Ausgaben für das Militär will die Regierung in Washington kürzen. Das hat direkte Folgen für dessen Lieferanten: Der Rüstungskonzern Lockheed Martin will rund 4000 Jobs streichen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Dies sei nötig, "um unser Geschäft zukunftssicher zu machen", erklärte Konzernchefin Marillyn Hewson am Sitz in Bethesda nahe der Hauptstadt Washington. Die Hälfte der Jobs solle durch die Schließung von Fabriken in mehreren Bundesstaaten wegfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Eine Umstrukturierung in diversen Geschäftsbereichen solle weitere 2000 Arbeitsplätze überflüssig machen. Seit dem Jahr 2008 hat Lockheed Martin die Zahl der Beschäftigten nach eigenen Angaben bereits von 146.000 auf 116.000 reduziert.

Lockheed Martin stellt unter anderem Kampfjets, Drohnen, Raketen und gepanzerte Fahrzeuge her und gehört damit zu den wichtigsten Ausrüstern der US-Armee. Zuletzt liefen die Geschäfte jedoch mau, weil das Militär weniger Mittel zur Verfügung hat.

Der Haushaltsstreit zwischen den Parteien in Washington hatte die Lage zusätzlich verschärft. Anfang Oktober hatte Lockheed Martin zunächst angekündigt, 3000 Mitarbeiter in den unbezahlten Zwangsurlaub schicken. Das Unternehmen hatte die Maßnahme mit dem Shutdown der US-Regierung gerechtfertigt: Die betroffenen Angestellten konnten demnach nicht arbeiten, weil die Einrichtung, in der sie arbeiten, vorübergehend geschlossen worden oder eine Inspektion durch Regierungsbeamte nicht möglich war.

bos/Reuters/dpa

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