US-Untersuchungsbericht Hall of Shame der Finanzkrise

Reuters

Von , New York

11. Teil: Fannie & Freddie


Den mittlerweile verstaatlichten US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac widmet der FCIC-Bericht weite Strecken. Sie hätten ein "mangelhaftes Geschäftsmodell" gehabt - börsennotierte Unternehmen, doch von der Regierung subventioniert und mit öffentlichem Auftrag. "Über Jahrzehnte hinweg nutzten sie ihre politische Macht, um effektive Regulierung und Aufsicht abzuwehren", schreibt die FCIC. So hätten sie allein von 1999 bis 2008 rund 164 Millionen Dollar für Lobbyarbeit in Washington bezahlt.

Ab 2004 hätten die beiden Firmen versucht, ihre Vormachtstellung auf dem immer heißeren Kreditverbriefungsmarkt zu verteidigen - koste es, was es wolle. "Sie lockerten ihre Underwriting-Standards, erwarben und gewährleisteten riskantere Darlehen und steigerten ihren Ankauf von Wertpapieren", schreibt die FCIC. So hätten sie sich immer mehr an Subprime-Hypotheken gekoppelte Finanzprodukte zugelegt. "Die Resultate sollten für die Unternehmen, ihre Aktionäre und Amerikas Steuerzahler desaströs werden."

Bis Oktober 2010 hat das US-Finanzministerium insgesamt mehr als 151 Milliarden Dollar investiert, um Fannie Mae und Freddie Mac am Leben zu erhalten.



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LeisureSuitLenny 28.01.2011
1. Konsequenzen dürfte der Bericht wohl keine haben
Natürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Michael KaiRo 28.01.2011
2. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zitat von LeisureSuitLennyNatürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Ich bin geduldiger! Der Kas ist noch nicht gegessen. Und wenn, dann dürfte so etwas keine Rolle spielen: *... konnten sich vor Ort mit den Sicherheitsvorkehrungen des Gebäudekomplexes vertraut machen. In den Aufzügen prüfen Augenscanner die Identität des Besuchers, kugelsicheres Fensterglas soll die künftigen Bewohner vor Beschuss schützen.* (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,740588,00.html)
joe49 28.01.2011
3. wenn man denn wenigsten etwas daraus lernen wuerde
der Gier ein Ende setzen und die ichtigen Schluesse ziehen wuerde.
Mistermambo 28.01.2011
4. nun kommt mal wieder zurück...
keine Ahnung, in wessen Interesse es sein könnte, diesen Humbug über die Weltherrschaft der Juden und ihre gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen zu verbreiten. Das eigentliche Problem dürfte aber die konfessionsübergreifende Geldgier sein. Ich meine etwas über die Deutsche Bank gelesen zu haben. Wird Josef Ackermann nun auch beim Juden mit eingemeindet oder ist er die Ausnahme, die die Regel bestätigt? Was auch im Ausgangs-Artikel nur entfernt anklingt ist die Rolle des Ex-US-Finanzministers Paulson in der Finanzkrise. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er es seinem Ex-Konkurrenten - den Gebrüdern Lehmann - endlich mal zeigen wollte. Anders ist es nicht zu erklären, dass manche Banken in gröbster Schieflage noch gerettet wurden, während Lehmann-Bros. als nicht systemrelevant eingestuft wurde. Ich bin mir nahezu sicher, dass Paulson die Finanzkrise aus rein persönlichen Motiven mit ingang gesetzt hat - ohne Rücksicht auf Verluste.
Clawog 28.01.2011
5. Fazit einer Finanzkrise
Von Menschen gemacht und gewollt. Was der Mensch auch anstellt, es muß mit rechten Dingen zugehen. Wenn nicht, wird das System keinen Mitleid kennen. Der Weg zurück zur Realität ist lang und beschwerlich. Trotzdem wundert man sich, was bei diesem Massenbetrug die wirkliche Motivation und Masterplan gewesen ist.
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