US-Untersuchungsbericht Hall of Shame der Finanzkrise

Reuters

Von , New York

3. Teil: Ben Bernanke


Auch Greenspans Nachfolger Ben Bernanke kommt in dem Bericht schlecht weg. Er hatte die Finanzkrise als "perfect storm" bezeichnet - eine Verkettung unglücklicher Umstände, die keiner habe voraussehen können. Noch im März 2007 - "nachdem die Immobilienpreise schon seit mehr als einem Jahr gefallen waren" - habe Bernanke vor dem Kongress behauptet, die Kreditprobleme ließen sich "wahrscheinlich eindämmen" und würden nicht auf andere Bereiche übergreifen.

Die späte Einsicht der Fed, so die FCIC, habe der Krise nur noch weiteren Auftrieb gegeben. Erst im Juli 2008 habe die US-Zentralbank neue Regeln erlassen, um die Auswüchse auf dem Subprime-Kreditmarkt einzudämmen. Mittlerweile habe aber auch Bernanke selbst eingesehen, dass "die mangelnde Aggressivität der Fed bei der Regulierung des Hypothekenmarkts" eine Hauptursache für das Desaster gewesen sei. "Das war es, in der Tat", sagte er vor der FCIC aus. "Ich halte es für den schwerwiegendsten Fehler der Fed in dieser spezifischen Episode."



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LeisureSuitLenny 28.01.2011
1. Konsequenzen dürfte der Bericht wohl keine haben
Natürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Michael KaiRo 28.01.2011
2. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zitat von LeisureSuitLennyNatürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Ich bin geduldiger! Der Kas ist noch nicht gegessen. Und wenn, dann dürfte so etwas keine Rolle spielen: *... konnten sich vor Ort mit den Sicherheitsvorkehrungen des Gebäudekomplexes vertraut machen. In den Aufzügen prüfen Augenscanner die Identität des Besuchers, kugelsicheres Fensterglas soll die künftigen Bewohner vor Beschuss schützen.* (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,740588,00.html)
joe49 28.01.2011
3. wenn man denn wenigsten etwas daraus lernen wuerde
der Gier ein Ende setzen und die ichtigen Schluesse ziehen wuerde.
Mistermambo 28.01.2011
4. nun kommt mal wieder zurück...
keine Ahnung, in wessen Interesse es sein könnte, diesen Humbug über die Weltherrschaft der Juden und ihre gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen zu verbreiten. Das eigentliche Problem dürfte aber die konfessionsübergreifende Geldgier sein. Ich meine etwas über die Deutsche Bank gelesen zu haben. Wird Josef Ackermann nun auch beim Juden mit eingemeindet oder ist er die Ausnahme, die die Regel bestätigt? Was auch im Ausgangs-Artikel nur entfernt anklingt ist die Rolle des Ex-US-Finanzministers Paulson in der Finanzkrise. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er es seinem Ex-Konkurrenten - den Gebrüdern Lehmann - endlich mal zeigen wollte. Anders ist es nicht zu erklären, dass manche Banken in gröbster Schieflage noch gerettet wurden, während Lehmann-Bros. als nicht systemrelevant eingestuft wurde. Ich bin mir nahezu sicher, dass Paulson die Finanzkrise aus rein persönlichen Motiven mit ingang gesetzt hat - ohne Rücksicht auf Verluste.
Clawog 28.01.2011
5. Fazit einer Finanzkrise
Von Menschen gemacht und gewollt. Was der Mensch auch anstellt, es muß mit rechten Dingen zugehen. Wenn nicht, wird das System keinen Mitleid kennen. Der Weg zurück zur Realität ist lang und beschwerlich. Trotzdem wundert man sich, was bei diesem Massenbetrug die wirkliche Motivation und Masterplan gewesen ist.
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