US-Untersuchungsbericht Hall of Shame der Finanzkrise

Reuters

Von , New York

5. Teil: Lloyd Blankfein


Auch Lloyd Blankfein, der Paulson im Mai 2006 als Goldman-Sachs-Chef beerbte, spielte die Finanzkrise lange herunter, indem er sie mit einem "Hurrikan" verglich - also mit höherer Gewalt. Dabei profitierte Goldman Sachs selbst während der Krise noch prächtig, wie die FCIC in ihrem Bericht ausführlich und mehrfach beschreibt.

Ende 2006 sei Goldman Sachs so besorgt über die Lage am Subprime-Markt gewesen, dass die Bank begonnen habe, ihr eigenes Inventar abzustoßen. Zugleich aber habe sie die gleichen fragwürdigen Investmentvehikel weiter an Klienten verscherbelt, um Gebühren einzustreichen. Allein von Dezember 2006 bis August 2007 habe Goldman mehr als 25 Milliarden Dollar an riskanten CDO-Produkten bewegt.

Die FCIC zitiert Sylvain Raynes, einen Finanzexperten von der New Yorker Consultingfirma R&R: Goldmans Geschäftspraktiken seien "der zynischste Einsatz von Kreditinformation, den ich je gesehen habe". Es sei, "als kauft man eine Feuerversicherung für das Haus eines anderen und begehe dann Brandstiftung".

Die FCIC erhebt noch eine andere Anschuldigung gegen Blankfein und Goldman Sachs, die in den USA sofort Schlagzeilen produzierte: Goldman habe - bisher unbekannt - 2,9 Milliarden Dollar an Steuergeldern kassiert, welche die US-Regierung eigentlich dem maroden Versicherungskonzern AIG gezahlt habe. Diese Gelder habe AIG an seinen Geschäftspartner Goldman weitergereicht.



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LeisureSuitLenny 28.01.2011
1. Konsequenzen dürfte der Bericht wohl keine haben
Natürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Michael KaiRo 28.01.2011
2. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zitat von LeisureSuitLennyNatürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Ich bin geduldiger! Der Kas ist noch nicht gegessen. Und wenn, dann dürfte so etwas keine Rolle spielen: *... konnten sich vor Ort mit den Sicherheitsvorkehrungen des Gebäudekomplexes vertraut machen. In den Aufzügen prüfen Augenscanner die Identität des Besuchers, kugelsicheres Fensterglas soll die künftigen Bewohner vor Beschuss schützen.* (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,740588,00.html)
joe49 28.01.2011
3. wenn man denn wenigsten etwas daraus lernen wuerde
der Gier ein Ende setzen und die ichtigen Schluesse ziehen wuerde.
Mistermambo 28.01.2011
4. nun kommt mal wieder zurück...
keine Ahnung, in wessen Interesse es sein könnte, diesen Humbug über die Weltherrschaft der Juden und ihre gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen zu verbreiten. Das eigentliche Problem dürfte aber die konfessionsübergreifende Geldgier sein. Ich meine etwas über die Deutsche Bank gelesen zu haben. Wird Josef Ackermann nun auch beim Juden mit eingemeindet oder ist er die Ausnahme, die die Regel bestätigt? Was auch im Ausgangs-Artikel nur entfernt anklingt ist die Rolle des Ex-US-Finanzministers Paulson in der Finanzkrise. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er es seinem Ex-Konkurrenten - den Gebrüdern Lehmann - endlich mal zeigen wollte. Anders ist es nicht zu erklären, dass manche Banken in gröbster Schieflage noch gerettet wurden, während Lehmann-Bros. als nicht systemrelevant eingestuft wurde. Ich bin mir nahezu sicher, dass Paulson die Finanzkrise aus rein persönlichen Motiven mit ingang gesetzt hat - ohne Rücksicht auf Verluste.
Clawog 28.01.2011
5. Fazit einer Finanzkrise
Von Menschen gemacht und gewollt. Was der Mensch auch anstellt, es muß mit rechten Dingen zugehen. Wenn nicht, wird das System keinen Mitleid kennen. Der Weg zurück zur Realität ist lang und beschwerlich. Trotzdem wundert man sich, was bei diesem Massenbetrug die wirkliche Motivation und Masterplan gewesen ist.
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