US-Untersuchungsbericht Hall of Shame der Finanzkrise

Reuters

Von , New York

9. Teil: Richard Fuld


Richard Fuld war Vorstandschef der Investmentbank Lehman Brothers - von 1994 bis zu ihrem Untergang im September 2008, dem zweiten großen Paukenschlag der Finanzkrise nach dem Ende von Bear Stearns. Unter Fuld, berichtet die FCIC, habe Lehman im März 2006 eine "aggressive Wachstumsstrategie" eingeschlagen, "inklusive höherer Risiken und mehr Verschuldung". Noch im April 2008 habe er seinen Aktionären versichert: "Das Schlimmste ist hinter uns."

Trotzdem habe Fuld auch nach dem Scheitern von Lehman als Zeuge vor der Kommission darauf bestanden, nichts falsch gemacht zu haben. Stattdessen, so seine Klage, sei Lehman das Opfer gieriger Spekulanten und Gerüchtetreiber gewesen. "Es gab kein Kapitalloch bei Lehman Brothers", zitiert ihn der Bericht. Fed-Chef Bernanke habe dieser Aussage direkt widersprochen.

Der Bericht schildert auch eine dramatische Episode aus den letzten Tagen von Lehman Brothers. Die Verhandlungspartner, die die US-Regierung zu einem Krisenrat versammelt hatte, um Lehman doch noch zu retten, hätten das Vertrauen in Fuld verloren und ihn schließlich nicht mehr eingeweiht. Daraufhin habe er versucht, Ken Lewis, den Chef der Bank of America und einen möglichen Kaufinteressenten für Lehman, zu Hause anzurufen. Dessen Ehefrau habe Fuld jedoch abgewimmelt: Lewis werde nicht ans Telefon kommen, "er solle aufhören, anzurufen".



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LeisureSuitLenny 28.01.2011
1. Konsequenzen dürfte der Bericht wohl keine haben
Natürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Michael KaiRo 28.01.2011
2. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zitat von LeisureSuitLennyNatürlich nicht. Konzerne und Staat sind übereingekommen das Steuergeld ganzer Generationen in diesem einmaligen Moment privatisieren zu können. Da stellt sich keiner hin und zeigt mit dem Finger. Es gibt zu viele Profiteure - systemkritisch, alternativlos, steinreich und ausgesorgt für die ganze Sippe.
Ich bin geduldiger! Der Kas ist noch nicht gegessen. Und wenn, dann dürfte so etwas keine Rolle spielen: *... konnten sich vor Ort mit den Sicherheitsvorkehrungen des Gebäudekomplexes vertraut machen. In den Aufzügen prüfen Augenscanner die Identität des Besuchers, kugelsicheres Fensterglas soll die künftigen Bewohner vor Beschuss schützen.* (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,740588,00.html)
joe49 28.01.2011
3. wenn man denn wenigsten etwas daraus lernen wuerde
der Gier ein Ende setzen und die ichtigen Schluesse ziehen wuerde.
Mistermambo 28.01.2011
4. nun kommt mal wieder zurück...
keine Ahnung, in wessen Interesse es sein könnte, diesen Humbug über die Weltherrschaft der Juden und ihre gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen zu verbreiten. Das eigentliche Problem dürfte aber die konfessionsübergreifende Geldgier sein. Ich meine etwas über die Deutsche Bank gelesen zu haben. Wird Josef Ackermann nun auch beim Juden mit eingemeindet oder ist er die Ausnahme, die die Regel bestätigt? Was auch im Ausgangs-Artikel nur entfernt anklingt ist die Rolle des Ex-US-Finanzministers Paulson in der Finanzkrise. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er es seinem Ex-Konkurrenten - den Gebrüdern Lehmann - endlich mal zeigen wollte. Anders ist es nicht zu erklären, dass manche Banken in gröbster Schieflage noch gerettet wurden, während Lehmann-Bros. als nicht systemrelevant eingestuft wurde. Ich bin mir nahezu sicher, dass Paulson die Finanzkrise aus rein persönlichen Motiven mit ingang gesetzt hat - ohne Rücksicht auf Verluste.
Clawog 28.01.2011
5. Fazit einer Finanzkrise
Von Menschen gemacht und gewollt. Was der Mensch auch anstellt, es muß mit rechten Dingen zugehen. Wenn nicht, wird das System keinen Mitleid kennen. Der Weg zurück zur Realität ist lang und beschwerlich. Trotzdem wundert man sich, was bei diesem Massenbetrug die wirkliche Motivation und Masterplan gewesen ist.
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