Smith & Wesson US-Waffenhersteller verzeichnet "beispiellose" Nachfrage
Pistolen von Smith & Wesson: Ängste wegen Pandemie und Unruhen
Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFPDer US-Waffenkonzern Smith & Wesson hat seine Geschäfte im zweiten Quartal massiv ausgeweitet. Der Bruttoumsatz mit Schusswaffen stieg zwischen April und Juni um 141 Prozent auf 230 Millionen US-Dollar. "Der aktuelle Anstieg bei der Nachfrage nach Schusswaffen ist in vielfacher Weise beispiellos", sagte Unternehmenschef Marks Smith laut einem Bericht der "Financial Times".
Die Waffenverkäufe stiegen auch in der Vergangenheit vor US-Präsidentschaftswahlen an, da Kunden offenbar verschärfte Gesetze fürchten. Smith führte einen Teil der Steigerung auf diesen Effekt zurück. Jedoch komme "ein großer Teil der Nachfrage von Leuten, die sich einfach um ihren persönlichen Schutz und ihre Sicherheit sorgen, angefangen mit der Pandemie bis hin zu den Unruhen".
In den vergangenen Wochen war es in verschiedenen US-Städten zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, zuletzt in der Kleinstadt Kenosha. Ein weißer Polizist hatte dort den 29-jährigen Schwarzen Jacob Blake mit sieben Schüssen in den Rücken getroffen. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein Herausforderer Joe Biden besuchten Kenosha.