Vermögensmanagerin des Nochpräsidenten Trumps Vertraute kündigt bei der Deutschen Bank

Wie lässt sich die Geschäftsbeziehung zum US-Präsidenten halbwegs elegant beenden? Bei der Deutschen Bank steigt jetzt Trumps Vermögensmanagerin aus.
Die Geschäftsräume der Deutschen Bank in New York: Trumps Bankerin reichte ihre Kündigung ein

Die Geschäftsräume der Deutschen Bank in New York: Trumps Bankerin reichte ihre Kündigung ein

Foto: AP Photo/Mark Lennihan

Eine seit Jahren für US-Präsident Donald Trump zuständige Mitarbeiterin der Deutschen Bank verlässt das Geldhaus. Ein Sprecher der Bank bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass Rosemary Vrablic vom Vermögensmanagement jüngst ihren Rücktritt eingereicht habe. Dieser sei angenommen worden und werde zum Jahresende wirksam. Auch ihr langjähriger Kollege Dominic Scalzi verlasse das Institut. Einen Grund für die Schritte nannte der Sprecher nicht.

Die »New York Times«  hatte zuerst von Vrablics Rücktritt berichtet. Der Zeitung zufolge sorgte die Bankerin dafür, dass Trumps Unternehmen Kredite in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar erhielt. Das Geldhaus habe dann im August eine Untersuchung zu einem Immobiliengeschäft aus dem Jahr 2013 zwischen Vrablic und Scalzi mit einem Unternehmen eingeleitet, das zum Teil Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gehöre.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang November unter Berufung auf mehrere Insider gemeldet, dass die Deutsche Bank nach Wegen suche, ihre Geschäftsbeziehungen mit Trump zu beenden. Man sei es leid, deswegen immer wieder in die Schlagzeilen zu geraten, hatte es geheißen. Das Geldhaus und das US-Präsidialamt hatten eine Stellungnahme zu dem Bericht abgelehnt.

Die Deutsche Bank gehört zu den wichtigsten Kreditgebern von Trump. Das Familienunternehmen Trump Organization soll dem Institut noch Hunderte Millionen Dollar schulden. Allein drei Trump-Hotels wurden mit 300 Millionen Dollar von der Deutschen Bank finanziert. Neben den umfangreichen Kreditbeziehungen verklagten sich beide Seiten in der Vergangenheit bereits.

hba/Reuters