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03. April 2018, 05:17 Uhr

Richtlinie von Barack Obama

US-Umweltbehörde kippt Regeln zum Benzinverbrauch

Maximal 4,3 Liter Benzin für 100 Kilometer - diesen Verbrauch hatte die US-Regierung unter Barack Obama als Standard für Neuwagen angestrebt. Die Umweltbehörde nimmt nun davon Abstand.

Im Streit über strengere Verbrauchsregeln für Autos in den USA haben Fahrzeughersteller und Ölkonzerne einen Sieg erzielt. Die Umweltbehörde EPA teilte am Montag mit, die von der Vorgängerregierung stammenden Richtlinien für Neuwagen seien unangemessen und würden überarbeitet.

EPA-Chef Scott Pruitt erklärte, die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama habe die Standards zu hoch angesetzt und Annahmen getroffen, die mit der Realität nicht übereinstimmten. Wie die Regeln künftig aussehen sollen, müsse noch ausgearbeitet werden.

Die unter Obama erarbeiteten Effizienzstandards hatten vorgesehen, dass der Durchschnittsverbrauch bis zum Jahr 2025 auf eine Gallone Sprit pro 54,5 Meilen sinken sollte. Erst im Februar war zudem bekannt geworden, dass die EPA strengere Regeln für veraltete Dieseltechnik bei Lkw verhindern will. Hersteller sollen auch weiter schärfere Vorschriften umgehen können, indem sie neue Trucks mit alten Motoren ausrüsten.

Der Bundesstaat Kalifornien, der seine eigene Umweltgesetzgebung machen kann, will an den bisherigen Verbrauchsregeln für Autos festhalten - zum Ärger Pruitts. "Es ist in bestem Interesse Amerikas, einen einheitlichen Standard zu haben, und wir werden mit allen Staaten, darunter auch Kalifornien, zusammenarbeiten, um letztlich einen solchen zu bekommen", sagte er.

vet/dpa

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