Energiekonzern Vattenfall macht rund drei Milliarden Euro Verlust

Die Energiewende macht Vattenfall zu schaffen: Im ersten Quartal dieses Jahres fuhr der schwedische Energiekonzern rund drei Milliarden Euro Verlust ein. Vattenfall kämpft mit der Umstellung von konventionellen Kraftwerken zu erneuerbaren Energien.
Vattenfall-Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde (Brandenburg): Weg von konventionellen Kraftwerken, hin zu erneuerbaren Energien

Vattenfall-Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde (Brandenburg): Weg von konventionellen Kraftwerken, hin zu erneuerbaren Energien

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa

Sehr hohe Abschreibungen und niedrige Börsenpreise für Strom haben Vattenfall tief in die roten Zahlen gedrückt. Im zweiten Quartal 2015 machte der schwedische Energiekonzern rund 3,1 Milliarden Euro Verlust. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf rund 3,8 Milliarden Euro zurück.

"Natürlich ist dies eine sehr negative Entwicklung und spiegelt die Rahmenbedingungen wider, unter denen wir agieren", sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall. Der Konzern werde seinen Wandel mit "Schwerpunkt auf erneuerbare Energien" weiter vorantreiben, kündigte er an.

Der Stellenabbau, den Vattenfall   im vergangenen Quartal angekündigt hatte, sei in Gang, sagte Hall. Derzeit werde zusätzlich geprüft, wo "weiter Kosten reduziert werden können". Vattenfall will weg von konventionellen Kraftwerken und hin zu erneuerbaren Energien.

Seine deutsche Braunkohleförderung in der Lausitz will Vattenfall bis zum Jahresende verkaufen. Der Konzern betreibt fünf Kohlegruben und drei Kraftwerke in Sachsen und Brandenburg. Inmitten der Krise will Vattenfall auch weiter Personal abbauen. "Die Arbeitsplätze im Tagebau werden früher oder später verschwinden", hatte Vattenfall-Chef Hall SPIEGEL ONLINE im Mai mit Blick auf die Zukunft der deutschen Kohleenergie gesagt.

kpa/AFP/dpa
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