Lausitz Schweden will Vattenfalls Braunkohle-Expansion stoppen

Die neue schwedische Regierung bricht mit dem Energie-Kurs von Ex-Premier Reinfeldt: Als Eigentümer des Vattenfall-Mutterkonzerns will man die Ausweitung des Braunkohle-Abbaus des staatseigenen Konzerns Vattenfall in der Lausitz nun verhindern.
Vattenfalls Braunkohletagebau Welzow-Süd: In Zukunft erneuerbare Energien

Vattenfalls Braunkohletagebau Welzow-Süd: In Zukunft erneuerbare Energien

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Stockholm/Cottbus - Der Anfang vom Ende der alten Energiepolitik wurde eingeläutet, als Fredrik Reinfeldt Mitte September die Parlamentswahl in Schweden verlor. Der konservative Regierungschef erklärte einen Tag nach der Wahl seinen Rücktritt, die Sozialdemokraten gingen als Sieger der Wahl hervor. Der Regierungswechsel führt nun vermutlich zu einem großen Wandel in der Lausitz.

Denn die künftige Regierung, eine Minderheitskoalition aus Sozialdemokraten und Grünen, will die Braunkohle-Pläne des Energiekonzerns Vattenfall in der Lausitz stoppen. Darauf hätten sich Sozialdemokraten und Grüne verständigt, teilten die künftigen Koalitionspartner am Donnerstag in Stockholm mit. "Die Zukunft des Unternehmens muss in der Entwicklung erneuerbarer Energien liegen, und nicht in Kohle und Gas", hieß es in einer Mitteilung der Sozialdemokraten.

Bei dieser Entwicklung solle Vattenfall vorausgehen. Die neue Regierung werde den staatlichen Konzern so führen, "dass das Unternehmen die Expansion von Braunkohle abbricht, die Fredrik Reinfeldt zugelassen hat".

Was das konkret für die von Vattenfall geplanten Tagebauerweiterungen in Brandenburg und Sachsen heißt, blieb zunächst offen. Eine Vattenfall-Sprecherin sagte in Cottbus, dass der Konzern sich zunächst nicht äußern wolle, weil ihm die Aussagen der schwedischen Parteien vom Donnerstag noch nicht vorlägen.

Der Parteichef der Sozialdemokraten, Stefan Löfven, war am Donnerstag zum neuen schwedischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Am Freitag wollte er in Stockholm seine Regierungserklärung abgeben und sein Kabinett vorstellen.

kha/dpa
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