Supermarktkette ohne tierische Produkte Veganz meldet Insolvenz an

Veganz, die erste Supermarktkette, die völlig auf tierische Produkte verzichtet, ist gescheitert. Die Muttergesellschaft will nun stärker die Gastronomie und den Großhandel beliefern.

Jan Bredack, Gründer des veganen Supermarktes Veganz
DPA

Jan Bredack, Gründer des veganen Supermarktes Veganz

Von manager-magazin.de-Redakteur


Die vegane Revolution frisst ihre Kinder: Veganz, die erste Supermarktkette, die völlig auf tierische Produkte verzichtet, hat im Dezember Planinsolvenz angemeldet, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Das Filialnetz werde wegen fehlender Nachfrage nun kräftig ausgedünnt. Mindestens vier der zeitweise neun Supermarkt-Filialen sollen geschlossen werden.

Jan Bredack, der die Firma 2011 gegründet hatte, hält die Idee einer derart spezialisierten Kette inzwischen generell für gescheitert. "Das Modell des veganen Supermarktes hat sich aufgrund des steigenden Angebots veganer Produkte im Handel überholt", sagte Bredack gegenüber der "LZ".

Nicht betroffen von der Insolvenz der Supermarktkette ist das Mutterunternehmen, die Veganz GmbH. Sie werde sich künftig noch stärker in den Bereichen Großhandel und Gastronomie engagieren, stellte Bredack in Aussicht. Als Großhändler beliefert Veganz laut "LZ" sämtliche großen Lebensmittelketten wie etwa Metro und Famila und die Drogeriekette dm. Grundsätzlich gilt der Vegan-Trend als ungebrochen.

Die Muttergesellschaft hat 2015 einen Umsatz von 24 Millionen Euro ausgewiesen. Für 2016 hatte sie zunächst Erlöse in Höhe von 80 Millionen in Aussicht gestellt, senkte später aber die Prognose auf 56 Millionen Euro.

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