Verbraucher, Industrie, Baubranche Konjunktur in den USA erholt sich

Die Zeichen für die Wirtschaft der USA stehen klar auf Aufschwung: Die Konsumlaune ist so gut wie vor der Krise, die Industrie verzeichnet kräftiges Auftragswachstum - selbst die einst gebeutelte Baubranche kann sich freuen: Sie verkauft mehr Eigenheime - zu höheren Preisen.

Supermarkt in den USA: Verbraucher fassen wieder Vertrauen
DPA

Supermarkt in den USA: Verbraucher fassen wieder Vertrauen


Washington - Positive Konjunktur-Daten haben die Hoffnung auf eine anhaltende Erholung der US-Wirtschaft verstärkt. Die Stimmung der US-Verbraucher ist derzeit so gut wie seit Januar 2008 nicht mehr. Das Barometer für die Konsumlaune kletterte im Juni überraschend um 7,1 auf 81,4 Punkte, wie das Conference Board zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang gerechnet. "Erstmals liegt der Stimmungsindikator damit im unteren Normalbereich in Aufschwungphasen", sagte DekaBank-Experte Rudolf Besch.

Der Konsum macht etwa 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Die Entwicklung des Verbrauchervertrauens wird deshalb von Ökonomen und Anlegern genau verfolgt. Das Bruttoinlandsprodukt war Anfang 2013 um rund 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Zum Vergleich: In der Euro-Zone ging es mit 0,2 Prozent bergab, der Währungsraum steckt weiter in der Rezession.

Positive Daten kamen auch von der US-Industrie. Der Auftragseingang für langlebige Güter wuchs im Mai überraschend kräftig um 3,6 Prozent. Experten hatten nur mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet. Verantwortlich hierfür war nicht nur der Transportsektor. "Zum dritten Mal in Folge nahmen auch Auftragseingänge für Investitionsgüter gegenüber dem Vormonat zu", erläuterte Besch zu dem Bereich, aus dem Rüstung und Flugzeugbau herausgerechnet werden.

Bergauf geht es ebenfalls am Wohnungs- und Immobilienmarkt. Der Eigenheimabsatz stieg im Mai stärker als erwartet - um 2,1 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Juli 2008. Dementsprechend zogen auch die Preise für Häuser an: Im April stieg der Hauspreisindex S&P/Case-Shiller, der die Preise von Einfamilienhäusern für 20 Metropolregionen misst, mit aufs Jahr gerechnet gut zwölf Prozent so stark an wie seit sieben Jahren.

ade/Reuters/dpa-AFX



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marthaimschnee 25.06.2013
1.
Zitat von sysopDPADie Zeichen für die Wirtschaft der USA stehen klar auf Aufschwung: Die Konsumlaune ist so gut wie vor der Krise, die Industrie verzeichnet kräftiges Auftragswachstum - selbst die einst gebeutelte Baubranche kann sich freuen: Sie verkauft mehr Eigenheime - zu höheren Preisen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verbraucher-industrie-baubranche-konjunktur-in-den-usa-erholt-sich-a-907834.html
Das heißt also, die Amis kaufen wieder mehr auf Pump, weil das Geld bei der Masse wird ja nicht mehr - wie auch! Aber das ist sowieso egal, in zwei Wochen brechen wieder alle in Heulen und Zähneklappern aus, wir kennen das bereits und es langweilt
markususa 25.06.2013
2. Was fuer ein Quatsch
Klar der Eigenheimabsatz stieg im Mai stärker als erwartet, aber nicht weil die Amerikaner mehr verdienen sonder weil Investoren die billigen Haeuser aufkaufen, vermieten und dann zu einem hoeheren Preis wieder abstossen. Das bringt mehr als die Wallstreet.
dapmr75 25.06.2013
3. Die grosse Illusion
Boeing holt in Paris viele neue Aufträge und schon werden die Erwartungen bei langlebigen Gütern uebertroffen, toll. Immer weniger US-Amerikaner wohnen im Eigentum weil die Preise durch Spekulationen und staatliche Fehlanreize in die Höhe gehen, toll. Kauflaune steigt bei fallenden Durchschnittseinkommen, klar. Irgendwie wirkt das Gesundbeten und Hoffen nach fast 5 Jahren lächerlich.
edmond_d._berggraf-christ 25.06.2013
4. Die Wirtschaftsverfassung der VSA schließt eine Erholung aus
Alle paar Monate geistern ja Berichte über eine wundersame Wirtschaftserholung der VSA, welchen dann natürlich kurze Zeit später immer die Ernüchterung folgt; die Ursache hiervon liegt im strukturellen Siechtum der VSA, denn ein Land, daß über Jahrzehnte eine negative Handelsbilanz hat, kann sich eigentlich nicht erholen; wobei diese nicht allein durch die Einfuhr notwendiger Güter, wie etwa des lieben Öls, sondern durch die Verlegung der Gebrauchsgüterindustrien nach China, verursacht wurde; und bislang zeigt die VS-amerikanische Wirtschaft keinerlei Neigung ihre Produktion ins eigene Land zurückzuverlegen; entsprechend fehlt dem Volk das Arbeitseinkommen und dem Staat die Steuereinnahmen, was dann zum Verfall der Infrastruktur führt und durch den Wegfall der Kaufkraft das Gewerbe noch zusätzlich schädigt; und zu guter Letzt kommt hier noch die private Bundesreservebank, die die Banken mit unbegrenzt frischem Geld versorgt und diese mit dem Geld eine Blase nach der anderen erzeugen.
TS_Alien 25.06.2013
5. .
Wer wissen möchte, ob auf Aufschwung oder Abschwung naht, der sollte die Bürger auf der Straße fragen. Solange etliche Menschen in den USA in ihren Autos wohnen müssen, solange US-Bürger zwei oder drei Jobs haben müssen, solange ganze Stadtviertel zerfallen, solange selbst Highway-Brücken einstürzen, ... ist der Aufschwung nicht vorhanden.
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