Verhandlungen zum Weltozeanabkommen Rohstoffrausch in der Tiefsee

Tief im Meer liegen gewaltige Rohstoffschätze. Wer sie hebt, kann Milliarden verdienen und politisch an Einfluss gewinnen. Doch die Folgen für die Umwelt könnten verheerend sein.

Korallenriff: Juristischer Wilder Westen
imago images/Panthermedia

Korallenriff: Juristischer Wilder Westen

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In lichtlosen Welten, Tausende Meter unter dem Meeresspiegel, liegen gewaltige Schätze: Platin, Gold und Silber, Kobalt und Mangan, Lithium, seltene Erden und vieles mehr. Regierungen und Konzerne bereiten sich darauf vor, sie bald zu heben.

Umweltschützer kämpfen mit aller Kraft dagegen an. Denn dort unten in der dunklen Stille leben auch faszinierende, oft unerforschte Kreaturen: rosa schimmernde Kalmare zum Beispiel, gläserne Garnelen mit knallroten Organen oder bis zu 1000 Jahre alte Korallen.

Im Hauptquartier der Uno in New York sind an diesem Freitag Verhandlungen zu Ende gegangen, um die Interessen von Umwelt und Wirtschaft auszutarieren. Es geht um einen Weltozeanvertrag, um ein globales Abkommen für die Meere jenseits der 200-Meilen-Zone. Um jenen Bereich der Welt also, der niemandem gehört, weil er in keinem staatlichen Hoheitsgebiet liegt. Dieser Bereich macht 43 Prozent der Erdoberfläche aus. Er ist weitgehend unreguliert, juristischer Wilder Westen.

Die Uno will das ändern. Sie will einen gesetzlichen Rahmen schaffen, der die Zerstörung einzigartiger Ökosysteme verhindert und zugleich sicherstellt, dass alle Staaten gleichermaßen von den Reichtümern der Hoch- und Tiefsee profitieren.

Im Frühjahr 2020 soll das Weltozeanabkommen fertig sein. Rechtskräftig dürfte es nach Einschätzung von Teilnehmern Mitte der Zwanzigerjahre werden - wenn es genug Staaten ratifiziert haben.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. "Gut möglich, dass wir bis kommendes Frühjahr nicht durchkommen", sagt Matthew Gianni, Mitgründer der Tiefseeschutzkoalition, der das Weltozeanabkommen in den vergangenen 13 Jahren mit vorbereitet hat und nun mit am Verhandlungstisch sitzt.

Je länger die Gespräche sich hinziehen, desto größer ist die Gefahr, dass Firmen wie Deep Green, UK Seabed Ressources oder G-Tec Sea Mineral Ressources und Regierungen wie Deutschland, Japan oder China in der Tiefsee Tatsachen schaffen. Die Vorbereitungen für erste Schürfmissionen sind schon weit gediehen - viel weiter als die Forschung zum Umwelt- und Artenschutz.


Die Schatzkammern des Ozeans


Rohstoffvorkommen der Weltmeere
Arne Kulf

Rohstoffvorkommen der Weltmeere

Es gibt weltweit nur wenige Forscher, die sich mit Rohstoffvorkommen auf dem Meeresgrund so gut auskennen wie James Hein. Der Geologe vom United States Geological Survey, einer dem US-Innenministerium unterstellten Behörde, schätzt, dass es in der Tiefsee viele Milliarden Tonnen metallhaltiger Mineralien gibt.

Aus diesen lassen sich zahlreiche gefragte Rohstoffe herauslösen, unter anderem Blei, Eisen, Germanium, Gold, Indium, Kobalt, Kupfer, Lithium, Mangan, Molybdän, Neodym, Nickel, Platin, Selen, Silber, Tellur und Zink.

Die Metalle kommen am Meeresboden in drei Formen vor:

  • Manganknollen: kartoffel- bis salatkopfgroße Mineralanreicherungen, die sich oft in Tiefseeebenen unterhalb von 3500 Metern finden.
  • Kobaltkrusten: harte mineralische Überzüge, die über Zeiträume von Hunderttausenden Jahren an den Flanken von Unterwasservulkanen entstanden sind. Man findet sie oft in Tiefen von 1000 bis 3000 Metern.
  • Massivsulfide: massive Ablagerungen, die sich an heißen mineralienreichen Tiefseequellen gebildet haben, meist an den Grenzen von Kontinentalplatten und im Umfeld unterseeischer Vulkane.

Die Rohstofflager in der Tiefsee sind teils seit den Siebzigerjahren bekannt, ebenso lange existieren Prototypen, um sie zu bergen. Die Fördertechnik von Manganknollen ist laut einer Übersicht der maribus gGmbH, einem Ableger des Mare-Verlags, am weitesten entwickelt.

So könnte die Förderung von Manganknollen funktionieren
Arne Kulf

So könnte die Förderung von Manganknollen funktionieren

Konzerne könnten demnach 250 Tonnen schwere Erntemaschinen im Ozean versenken und mit ihnen Manganknollen vom Meeresgrund klauben, als wären es Kartoffeln. Die Knollen sollen danach per Panzerschlauch an die Meeresoberfläche und per Frachtschiff an Land gelangen - wo man sie schließlich metallurgisch weiterverarbeitet.

Das Metallschürfen in der Tiefsee ist technologisch anspruchsvoll. Erntemaschinen müssen nicht nur sehr hohem Wasserdruck standhalten, sie müssen auch lange zuverlässig arbeiten, weil es extrem aufwendig wäre, sie für Reparaturen zurück an die Oberfläche zu holen. Die nötigen metallurgischen Verfahren werden zudem teils gerade erst entwickelt.

In den vergangenen Jahren aber hat die Fördertechnik große Fortschritte gemacht. Denn die Nachfrage nach bestimmten Erzen und Metallpartikeln nimmt zu. Firmen benötigen sie zum Bau von Smartphones, modernen Fernsehern oder LEDs - aber auch für Windräder, Solaranlagen und die Akkus von Elektroautos.

Im Tiefseebergbau steckt also ein Widerspruch: Die Rohstoffe vom Meeresgrund können einerseits dazu beitragen, die globale Wirtschaft CO2-ärmer zu machen; andererseits kann ihre Förderung Millionen Jahre alte Ökosysteme zerstören. Der Konflikt ist umso größer, da manche für die Energiewende relevanten Rohstoffe in deutlich größeren Mengen im Meer vorkommen als an Land.


Machtfaktor Tiefsee


Massivsulfid im Atlantik, 3300 Meter unter der Meeresoberfläche
Marum - cc by 4.0

Massivsulfid im Atlantik, 3300 Meter unter der Meeresoberfläche

Für Staaten sind die Rohstoffe in der Tiefsee auch geostrategisch interessant. Denn viele der Ressourcen, die industriell immer wichtiger werden, können auf dem Festland nur in wenigen Ländern gefördert werden. Diese werden obendrein teils von Autokraten regiert.

Tiefseebergbau bedroht Rohstoffmonopole

Element Verwendung Größter Produzent Anteil am Weltmarkt Vorkommen an Land* Vorkommen im Meer*
Arsen Halbleiter, Solarzellen China 47% 1,6 4,3
Kobalt verschleiß- und wärmefeste Stähle Kongo 40% 13 94
Lithium Akkus, Technik für Luft- und Raumfahrt Chile 41% 14 2,8
Mangan rostfreie Stähle, LEDs China 15% 5200 7706
Tellur Halbleiter, Solarmodule Chile ? 0,05 0,53
Yttrium LEDs, Brennstoffzelle China 97% 0,5 1,7

*Schätzung in Millionen Tonnen (wirtschaftlich abbaubare sowie noch nicht wirtschaftlich abbaubare Ressourcen); Quellen: James Hein, Maribus, International Seabed Authority

Wie unangenehm ein solches Abhängigkeitsverhältnis ist, zeigte sich zuletzt 2011, als es zu Lieferengpässen bei den sogenannten seltenen Erden kam. Diese wurden seinerzeit zu 97 Prozent in China gefördert. Als die Produktion in der Volksrepublik stockte, schnellten die Preise in die Höhe. Das Seltenerdmetall Neodym etwa kostete plötzlich fünfmal mehr.

Wäre Neodym auf Dauer derart teuer, hätten gleich mehrere Industrien ein Problem. Denn das Element wird nicht nur in manchen Windanlagen verwendet, sondern auch zum Antrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Es findet sich zudem in Kernspintomografen, Festplatten, Lautsprechern und Kopfhörern.

Im Jahr 2011 steigerten die Chinesen ihre Seltene-Erden-Produktion relativ schnell, und die Preise fielen zurück auf Normalniveau. Der Rest der Welt aber ist seitdem gewarnt: Ein Monopol oder Oligopol auf relevante Rohstoffe verleiht einzelnen Staaten enorme geopolitische Macht. Und diese wächst stetig.

Die Preise für manche Rohstoffe dürften nach Einschätzung von Analysten in den kommenden Jahren deutlich steigen, weil sie für die Märkte der Zukunft immer wichtiger werden.

Der Tiefseebergbau könnte Preisspitzen abfedern - und Rohstoffmonopole aufbrechen. Entsprechend groß ist das Interesse an der neuen Technik. Besonders führende Industrienationen stecken, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, bereits jetzt ihre Claims in den Weltmeeren ab.


Wettlauf im Pazifik


Übersicht: Wer wo im Pazifik fördern will
Arne Kulf

Übersicht: Wer wo im Pazifik fördern will

Wie ernst es manche Konzerne und Staaten mit dem Tiefseebergbau meinen, zeigt sich in der sogenannten Clarion-Clipperton-Zone, einem Tiefseeareal von der Größe Europas zwischen Hawaii und Mexiko, in dem sich ausgedehnte Manganknollenfelder mit einer geschätzten Masse von 21 Milliarden Tonnen befinden.

In diesem Gebiet hat die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) bislang mit Abstand die meisten Lizenzen für die Erforschung der Böden vergeben. Eine Fördererlaubnis hat die Uno-Behörde bislang indes noch niemandem erteilt. Das soll erst nach Juli 2020 passieren - wenn die Regeln für den Abbau der Rohstoffe festgelegt sind.

Hauptquartier der Internationalen Meeresbodenbehörde im jamaikanischen Kingston
IISD/ENB | Diego Noguera

Hauptquartier der Internationalen Meeresbodenbehörde im jamaikanischen Kingston

Umweltschützer werfen der Behörde vor, zu stark die Interessen der Industrie zu vertreten. Greenpeace kritisiert, die ISA würde bislang vor allem sicherstellen, dass auch weniger entwickelte Staaten lukrative Fördergebiete abbekommen. Um Umweltstandards dagegen habe sich die ISA erst zehn Jahre nach Vergabe der ersten Forschungslizenzen gekümmert.

Experte Gianni von der Tiefseeschutzkoalition wirft der ISA Intransparenz vor. "Abstimmungen über die Vergabe von Lizenzen sind geheim und werden nicht dokumentiert", moniert er. Die Behörde, in der vor allem Wirtschaftsminister das Sagen haben, habe bisher jeden Antrag auf eine Forschungslizenz genehmigt. "Wir vermuten, dass sie bei den Förderlizenzen genauso verfahren wird."

Tiefseeschürfmaschine der Firma Nautilus Minerals in Nordengland
Nigel Roddis / REUTERS

Tiefseeschürfmaschine der Firma Nautilus Minerals in Nordengland

Ab wann gefördert wird, hängt im Prinzip von den Rohstoffpreisen ab. Erst wenn sie stark genug steigen, wird der technisch anspruchsvolle Tiefseebergbau rentabel. Gianni indes glaubt, dass in der Tiefsee bald erste Förderprojekte starten - egal, ob sie schon rentabel sind oder nicht.

Denn die von der ISA vergebenen Claims sind zeitlich limitiert. Sobald die Regeln für den Abbau stehen, dürfte es für Staaten und Konzerne schwierig werden, ihre Lizenzen zu verlängern, wenn sie noch nichts fördern.

"Regierungen werden unwirtschaftliche Projekte im Zweifel lieber subventionieren, als das Recht auf bereits erforschte Gebiete verfallen zu lassen", sagt Gianni. Falls der Weltozeanvertrag bis dahin noch nicht in Kraft sei, drohe die Natur massiv Schaden zu nehmen.


Bedrohte Ökoysteme


Kaltwasserkorallen und Seelilien im Westatlantik
Marum â cc by 4.0

Kaltwasserkorallen und Seelilien im Westatlantik

In der Tiefsee tummelt sich weit mehr Leben, als Wissenschaftler lange geglaubt haben: Es gibt dort Muscheln, Seesterne, Würmer, Krebse, Seegurken, Schnecken, Kaltwasserkorallen und viele weitere Spezies, die teils einzigartige Wege gefunden haben, in der Dunkelheit, bei hohem Druck und bei Temperaturen von teils mehr als 100 Grad zu überleben.

Wo welche Lebensformen verbreitet sind, ist noch weitgehend unerforscht. Die Verteilung scheint aber eher divers zu sein. Bei bisherigen Untersuchungen haben Forscher schon in einzelnen Regionen ganz unterschiedliche Arten gefunden, manche waren bislang völlig unbekannt, andere könnten nur in eng begrenzten Gebieten existieren.

Die Habitate dieser Lebensformen würden durch Schürfungen auf dem Meeresgrund auf vielfältige Art gestört:

  • Wenn der Meeresboden aufgewirbelt wird, kann das laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN einige Tiere ersticken.
  • Der Lärm, die Vibrationen und das Licht der Erntemaschinen dürften viele Lebewesen vertreiben oder desorientieren.
  • Von den Fracht- und Ernteschiffen können giftige Stoffe ins Meereswasser gelangen.
  • Es ist zudem fast unerforscht, ob sich die Ökosysteme am Meeresgrund je von der Belastung der Schürfungen erholen.
  • Es besteht also die Gefahr, dass Arten ausgelöscht werden, wenn Schürfgebiete vorab nicht gründlich genug überprüft wurden. Bei bisherigen Testläufen wurde der Artenbestand teils unwiederbringlich dezimiert.

Manche der Umweltprobleme lassen sich lösen. Man könnte zum Beispiel die Erntemaschinen so verkleiden, dass sie weniger Sedimente aufwirbeln. Der Abbau der Ressourcen allerdings würde dadurch teurer. Die Frage wird sein, wie gewissenhaft letztlich auf Umwelt- und Artenschutz geachtet wird, wenn der Bedarf nach günstigen Rohstoffen aus der Tiefsee steigt.

Laut Craig Smith, einem Ozeanographen an der Universität Hawaii, braucht die Forschung noch Jahrzehnte, bis sie die ökologischen Folgen des Tiefseebergbaus abschätzen kann. Doch so lange werden Konzerne und Staatslenker nicht warten. Umweltschützer hoffen daher auf einen schnellen Durchbruch bei den Verhandlungen in New York.


Das Weltozeanabkommen


30 Prozent Schutz-Szenario-Karte
Greenpeace

30 Prozent Schutz-Szenario-Karte

Das Abkommen, das die Uno-Mitgliedstaaten verhandeln, soll nach Willen der Umweltschützer vor allem zwei Punkte enthalten:

  • 30 Prozent der Hoch- und Tiefsee sollen komplett unter Naturschutz gestellt werden - unantastbar für Fischer, Genforscher, Unterwasserkabelverleger, Rohstoffschürfer und sonstige Störenfriede. Besonders schützenswerte Biotope haben Umweltschützer bereits ausgemacht und in eine Weltkarte eingezeichnet.
  • In allen übrigen Gebieten solle stets die kumulierte Umweltbelastung berücksichtigt werden. Wenn an einem Ort sowohl geschürft als auch ein Unterseekabel verlegt werden soll, dann müsse geprüft werden, ob diese Doppelbelastung für das Ökosystem verkraftbar sei. Falls nicht, müsse abgewogen werden, welches der Vorhaben gestrichen werde.

Ob sich solche Forderungen durchsetzen lassen, ist noch nicht klar. Zurzeit jedenfalls gestalten sich die Verhandlungen schwierig. In der gerade zu Ende gegangenen dritten Verhandlungsrunde hakte es laut Teilnehmern gleich an mehreren entscheidenden Stellen.

Die ISA versuchte demnach, den Einfluss des Abkommens auf den Bereich Tiefseeschürfung gering zu halten. Sie wolle die Regeln möglichst weiter selbst bestimmen, hieß es.

Die Umweltschützer hatten zudem eine unabhängige Autorität gefordert, die künftig die kumulierten Risiken für das Ökosystem ermittelt. Doch dieser Vorschlag hat nicht viele Befürworter. Womöglich werden letztlich die Staaten, die Tiefseebergbau betreiben wollen, mögliche Umweltschäden selbst abschätzen. Interessenskonflikte wären dann kaum zu vermeiden.

Deutsche Erkundungsmission in einem Manganknollenfeld im Pazifik
BGR

Deutsche Erkundungsmission in einem Manganknollenfeld im Pazifik

Der Streit um den Ozeanvertrag ist hochproblematisch. Denn ein umweltverträglicher Tiefseebergbau bietet auch Chancen, die Welt grüner und gerechter zu machen:

  • Die Rohstoffe aus dem Meer könnten helfen, die globale Energiewende voranzubringen.
  • Sie könnten die Zerstörung ganzer Landstriche und die Umsiedlung ganzer Dörfer verhindern - zum Beispiel beim Kobaltabbau im Kongo.
  • Rohstoffgeschäfte mit problematischen Regimen könnten teils überflüssig werden.
  • Nach Willen der Uno sollen zudem auch ärmere Nationen vom Reichtum der Meere profitieren.

Der ideale Weltozeanvertrag würde all diese Aspekte berücksichtigen. Er würde helfen, die Potenziale der Technik zu erschließen - und gleichzeitig verhindern, dass die Menschheit auch noch den letzten weitgehend unberührten Lebensraum des Planeten irreparabel beschädigt.

Ob das gelingt, ist fraglich. Experte Gianni schlägt vor, den Tiefseebergbau vorerst nicht zu genehmigen - zumindest so lange, bis es klare Regeln gibt, was auf dem Meeresgrund auf gar keinen Fall passieren darf.

Grafiken: Arne Kulf

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insgesamt 61 Beiträge
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Seite 1
loco coco 31.08.2019
1. Worte
Schon im Untertitel steht ..."Wer sie hebt, kann Milliarden verdienen und politisch an Einfluss gewinnen. Doch die Folgen für die Umwelt könnten verheerend sein."... könnten Warum werden so gerne so verharmlosende, neutrale Wörter genutzt? es wird verheerend sein.
Koana 31.08.2019
2. Die Folgen sind heute schon verheerend....
... der Rohstoff der abgebaut wird nennt sich Sand! Ein moderner Ozean-Sandbagger killt mehr Meeresorganismen in der Minute als jedes andere Ungetüm, nicht einmal das größte Schleppnetz der Welt, welches auch bis zum Grund reicht, vernichtet so viel Leben pro Minute. Übrigens Sandbagger, eine absolut boomende Branche. Dazu kommt, eine grundlegende Veränderung des Kreislaufs von Küsten- und Flusseintrag von Sand, die komplette ökologische Systematik wird grundlegend zerstört. Aber das ist ja bekannt, es gab vor Jahren eine Doku bei Arte zu sehen, wer möchte wird sie finden. Stichworte Sandraub, Sandmafia, Wer wissen will wie der Wahnsinn von uns wütet, der sollte sich schon einen Termin beim Psychotherapeuten besorgen, damit er in der Spur bleibt, beim Renne um die besten und vielleicht auch letzten Plätze, im Konsumkarussell der Klassisten, und effizienten Bisosphärenraptoren.
arviaja 31.08.2019
3. Rapa Nui
Der Film aus dem Jahr 1994 bringt es auf den Punkt. Wir werden die Erde ausbeuten und die Natur vernichten bis es nicht mehr geht. Dann werden wir uns wundern, wie wir nur konnten. Der Erde ist's egal, sie wird sich wieder erholen. Bis dahin werden die, die menschliche Katastrophe verhindern wollen als Ideologen verhöhnt. Die Gewinner von heute vernebeln den Blick auf morgen
telarien 31.08.2019
4. Keine Sorge
Ich bin sicher, wir haben den Planeten schon vorher mit weniger aufwendigen Methoden ausreichend zerstört. Für Waldbrände braucht es nur ein Feuerzeug, für Kriege einen Knopfdruck. Wir schaffen das.
karin.italienfan 31.08.2019
5. Warum?
Warum müssen wir unseren Planeten bis zum letzten ausbeuten? Warum sind wir so unvernünftig, gierig und machtbesessen? Warum müssem wir unseren Planeten zerstören? Um uns dann irgendwann im Weltraum auszubreiten und noch mehr zu zerstören? Ich werde es nie begreifen und ich hoffe, es nicht mehr zu erleben.....
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