Verluste im US-Immobiliensektor Heiße Wetten der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat durch die US-Immobilienkrise nach SPIEGEL-Informationen deutlich mehr Geld als bisher bekannt verloren. Allein im Jahr 2007 haben Wetten auf die Entwicklung des Marktes das Geldhaus 4,5 Milliarden Dollar gekostet.
Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: 128 Milliarden auf eine positive Entwicklung des US-Häusermarktes gesetzt

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: 128 Milliarden auf eine positive Entwicklung des US-Häusermarktes gesetzt

Foto: Marius Becker/ dpa

Hamburg - In seinem vernichtenden Untersuchungsbericht hat der US-Senat die Schuld führender Geldinstitute an der Finanzkrise entlarvt. Ganz vorne dabei: die Deutsche Bank. In dem Report ist nun auch von den Spekulationsverlusten der Deutschen die Rede.

Insgesamt setzte die Bank demnach damals 128 Milliarden Dollar auf eine positive Entwicklung der US-Häuserpreise, die sie teilweise durch Gegengeschäfte absicherte.

Der Deutsche-Bank-Händler Greg Lippmann allerdings warnte Investmentbanking-Chef Anshu Jain ab Dezember 2006 mehrmals vor dessen optimistischem Blick auf den Immobilienmarkt.

Jain ließ sich dem Bericht zufolge nicht belehren, ließ Lippmann aber immerhin mit einer entgegengesetzten Wette gewähren. So milderte Lippmann nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts die horrenden Verluste der Bank wenigstens mit einem Wettgewinn von 1,5 Milliarden Dollar.

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