Verstoß gegen Kuba-Sanktionen Expedia zahlt 325.000 Dollar an US-Regierung 

Teure Ferien auf Kuba: Der US-Reisekonzern Expedia muss wegen Verstößen gegen US-Sanktionen eine hohe Geldsumme zahlen. Das Unternehmen hatte mehr als 2000 Reisenden bei Trips auf die Insel geholfen.

Expedia-Zentrale in Washington DC
AP Elaine Thompson

Expedia-Zentrale in Washington DC


Der US-Konzern Expedia - in Deutschland vertreten etwa durch die Reiseportale Expedia.de und Trivago - hat sich mit der US-Regierung offenbar auf die Zahlung einer hohen Geldsumme geeinigt. Nach Angaben der Behörden hatte eine Tochterfirma des Konzerns bei der Organisation von Reisen zwischen dem Staatsgebiet der USA und Kuba geholfen - damit aber gegen Reiserestriktionen verstoßen, die zu dem Zeitpunkt in Kraft waren.

Expedia habe der Zahlung von 325.000 Dollar zugestimmt, teilte die Regierung mit. Das Unternehmen selbst äußerte sich zunächst nicht. Die USA und Kubas sozialistische Führung sind seit Jahrzehnten verfeindet, im Warenaustausch und Reiseverkehr zwischen beiden Ländern gelten deshalb massive Sanktionen.

2016 hatte der damalige US-Präsident Barack Obama einige der Reiseregeln gelockert. Nachfolger Donald Trump hat das Vorgehen gegen Kuba hingegen wieder deutlich verschärft.

Im konkreten Fall ging es um Reisen zwischen April 2011 und Oktober 2014. Laut US-Finanzministerium half Expedia in dieser Zeit 2221 Personen mit Reisedienstleistungen, die gegen US-Sanktionen verstießen.

Im Jahr 2018 registrierten die kubanischen Behörden insgesamt 4,7 Millionen Urlauber, ein neuer Rekord. Vor allem die Zahl der Besucher aus den USA war in den vergangenen Jahren stark gestiegen, von 63.000 im Jahr 2010 auf 620.000 im Jahr 2017.

beb/Reuters

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