Quartalszahlen Käuferstreik frisst VW-Gewinne

Die Autoverkäufer hatten es nicht leicht in diesem Winter. Das schlägt sich in den Bilanzen der Autokonzerne nieder - natürlich auch in der von Volkswagen.

Volkswagen-Messestand in Schanghai: eine Milliarde für Rechtsrisiken
Aly Song/REUTERS

Volkswagen-Messestand in Schanghai: eine Milliarde für Rechtsrisiken


Die schwache Nachfrage nach Autos hat Volkswagen im ersten Quartal des Jahres zugesetzt. Der Betriebsgewinn sank um sieben Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Damit kam VW immerhin noch glimpflicher davon als einige Konkurrenten. Analysten hatten exakt mit einem Gewinn in dieser Höhe gerechnet. Der Umsatz stieg überraschend um drei Prozent auf 60 Milliarden Euro. Hier hatten die Experten einen deutlich geringeren Zuwachs vorausgesagt.

Volkswagen legte im ersten Quartal rund eine Milliarde Euro für Rechtsrisiken zur Seite. Unklar blieb zunächst, ob es sich dabei um weitere Rückstellungen für den Dieselskandal handelt oder um das EU-Kartellverfahren gegen die deutschen Autobauer. VW äußerte sich nicht.

Trotz der Delle zum Jahresauftakt bekräftigte Volkswagen den Ausblick für 2019. Der Vorstand um Konzernchef Herbert Diess hat sich ein leichtes Absatzplus vorgenommen, der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent steigen und bei der operativen Rendite vor Sondereffekten peilt der Konzern unverändert einen Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent an.

mik/Reuters



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