Rückruf in den USA Dieselaffäre kostet VW weitere Milliarden

Der Dieselrückruf in den USA belastet den Gewinn bei Volkswagen. Der Konzern muss seine Rückstellungen für die Abgasaffäre aufstocken und wendet sich mit einer Gewinnwarnung an die Aktionäre.
VW Golf

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Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Volkswagen muss wegen der Abgasaffäre in den USA weitere Milliardenkosten verbuchen. Im dritten Quartal werde das operative Ergebnis mit rund 2,5 Milliarden Euro belastet, teilte der Konzern mit.

Hintergrund sei eine Aufstockung der Vorsorge für den Vergleich mit geschädigten Autobesitzern von 2,0-Liter-TDI-Fahrzeugen in Nordamerika. Die Umsetzung des Rückkauf- und Nachrüstungsprogramms sei erheblich langwieriger und gestalte sich technisch anspruchsvoller als gedacht.

Insgesamt kostet der Skandal um die Manipulation von Dieselabgaswerten in den USA den Konzern bereits mehr als 25 Milliarden Euro. Die VW-Aktie drehte nach der Bekanntgabe der neuerlichen Belastungen ins Minus. Volkswagen hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Weltweit waren elf Millionen Fahrzeuge betroffen, in Nordamerika rund 600.000.

Zuletzt hatten auch die europäischen Verbraucherschutzbehörden und die EU-Kommission den Druck auf Volkswagen erhöht, alle gut acht Millionen betroffenen Fahrzeuge rasch zu reparieren. In einem gemeinsamen Schreiben an den Konzern forderten die Behörden, der deutsche Autobauer solle binnen eines Monats bestätigen, dass die Nachrüstung wie versprochen im Herbst 2017 abgeschlossen werde. Andernfalls drohten Schritte in einzelnen Mitgliedstaaten.

asa/dpa/Reuters
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