Trotz Abgasaffäre Volkswagen erwartet Auslieferungsrekord

Der Dieselskandal schadet der Popularität von Volkswagen offenbar nicht: Der Konzern liefert 2018 wahrscheinlich mehr Autos aus als je zuvor. Dabei lief es in den vergangenen Monaten nicht so gut.

VW-Werk in China (Archivbild)
FREDDY CHAN/EPA-EFE/REX

VW-Werk in China (Archivbild)


Der Autobauer Volkswagen rechnet mit einem neuen Auslieferungsrekord für 2018 - obwohl der Konzern im vergangenen Monat erneut weniger Autos verkaufte. Im November sank der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent auf 940.900 Fahrzeuge, teilte das Unternehmen mit.

Grund dafür sei vor allem die anhaltende Kaufzurückhaltung in China: Die Verunsicherung der Chinesen wegen des Handelsstreits mit den USA habe den Absatz in dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns um 7,3 Prozent auf 399.500 Autos sinken lassen.

Dennoch stiegen die Auslieferungen von Januar bis November um 1,8 Prozent auf rund 9,92 Millionen Autos. Damit sei ein neuer Rekord für 2018 in Reichweite, teilte Volkswagen mit.

In den Vormonaten sanken die Auslieferungen wegen der Umstellung auf das neue Abgasprüfverfahren WLTP in der Abgasaffäre jedoch. Im November ging der Absatz in Europa um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück - in Deutschland sanken die Auslieferungen in dem Monat sogar um 4,9 Prozent auf 106.800 Fahrzeuge.

Den stärksten Rückgang im November verbuchte die Konzerntochter Audi - die Auslieferungen gaben um 16,7 Prozent auf 132.700 Autos nach. In den ersten elf Monaten des Jahres kam Audi auf ein Minus von 2,4 Prozent und auf rund 1,66 Millionen Autos. Zuletzt hatte der Konzern angekündigt, dass Bram Schot ab 2019 die Geschäfte übernimmt. Er folgt dem in der Dieselaffäre ausgeschiedenen Rupert Stadler.

kko/dpa



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