Jahreszahlen 2014 Volkswagen macht Rekordgewinn von 12,7 Milliarden Euro

Rekordjahr für Volkswagen: Der Autokonzern verzeichnete 2014 ein Ergebnis von 12,7 Milliarden Euro. Für Aufsehen sorgt auch eine Personalie in dem Unternehmen. Porsche-Chef Müller ist nun offiziell in den VW-Vorstand berufen.

DPA

Wolfsburg - Das vergangene Jahr hat Europas größtem Autokonzern abermals Rekordwerte gebracht.

"Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds haben wir unsere Ziele für das Jahr 2014 erreicht", erklärte Konzern-Chef Martin Winterkorn. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte machte der Fahrzeugbauer mit 202,5 Milliarden mehr als 200 Milliarden Euro Umsatz.

Das operative Ergebnis von Volkswagen kletterte demnach im Vergleich zum Vorjahr um fast neun Prozent auf 12,7 Milliarden Euro und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 21 Prozent auf rund elf Milliarden Euro. Bereits im Januar hatten die Wolfsburger verkündet, 2014 zum ersten Mal weltweit mehr als zehn Millionen Fahrzeuge verkauft zu haben.

Aber weil Bürgerkriege, Terrorgefahr und Konjunkturflauten auch auf den Automärkten Spuren hinterlassen, blicken die Wolfsburger mit gedämpften Erwartungen auf 2015. Beim operativen Gewinn nennen sie wegen "des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds" wie zuvor nur die Renditespanne von 5,5 bis 6,5 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 6,3 Prozent gelandet waren.

"Anhaltende politische Unsicherheiten, starke Schwankungen der Währungen sowie die schwierige Entwicklung in Märkten wie Russland oder Brasilien stellen den Volkswagen-Konzern auch dieses Jahr vor große Herausforderungen", sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Freitag. Daher sei die Prognose defensiv. Dennoch stehe das Ziel, nicht nur den Absatz zu steigern, sondern auch Umsatz und Ergebnis. Die im Dax notierte Aktie büßte am Nachmittag gut 2,5 Prozent ein.

Porsche-Chef Müller nun offiziell im Konzernvorstand von VW

Auch eine Personalie bei Volkswagen sorgt für Aufsehen. Porsche-Chef Matthias Müller rückt in den VW-Vorstand auf. Der Aufsichtsrat des Wolfsburger Autobauers berief den 61-jährigen Manager am Freitag in das Gremium. Seinen Posten als Porsche-Chef behält der Manager.

Über Müllers Zukunft im Konzern wird bereits seit geraumer Zeit spekuliert. Vor einigen Monaten war Müller angeblich im Gespräch als Erbe für Konzernchef Martin Winterkorn, wenn der in einigen Jahren in den Aufsichtsrat wechselt. Dem hatte Müller jedoch eine Absage erteilt und dies mit seinem Alter begründet.

Im Konzernbetriebsrat stößt der Einzug von Müller in den Vorstand auf große Zustimmung. Der 61-Jährige überzeuge nicht nur mit seiner Produktkenntnis, sondern sei auch ein Garant dafür, "dass er immer den Gesamtkonzern und nie allein eine Marke im Fokus hat", sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh am Freitag, , nachdem Müllers Berufung zum März offiziell geworden war.

bos/AFP/dpa

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