Manipulation Razzia wegen Abgasaffäre bei VW in Wolfsburg

Die Staatsanwaltschaft hat in Wolfsburg und mehreren anderen Orten VW-Standorte durchsucht. Die Razzien stehen in Zusammenhang mit der Abgasaffäre.
Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg: Ziel sei die Sicherstellung von Unterlagen und Datenträgern gewesen

Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg: Ziel sei die Sicherstellung von Unterlagen und Datenträgern gewesen

Foto: RONNY HARTMANN/ AFP

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat wegen der Abgasaffäre bei Volkswagen Durchsuchungen in Wolfsburg und in anderen Orten gestartet. Ziel sei die Sicherstellung von Unterlagen und Datenträgern gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit . Sie ist demnach auf der Suche nach Informationen über die genaue Vorgehensweise der an der Manipulation der Abgaswerte beteiligten VW-Mitarbeiter.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen derzeit noch unbekannte VW-Verantwortliche ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Durchsuchungen seien durch drei Staatsanwälte mit Unterstützung des Landeskriminalamts ausgeführt worden.

Die VW-Aktie gab nach der Mitteilung durch die Staatsanwaltschaft nach. Nachdem sie zuvor mehr als drei Prozent im Plus gelegen hatte, stand der Kurs zuletzt nur noch bei 104,63 Euro - ein Plus von gut einem Prozent.

Mitte September war bekannt geworden, dass VW in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert hatte, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Insgesamt elf Millionen Fahrzeuge sind weltweit betroffen - acht Millionen davon in Europa.

mka/AFP/dpa