VW-Abgasskandal Staatsanwaltschaft ermittelt gegen weitere Beschuldigte

In der Abgasaffäre bei VW steigt die Zahl der Beschuldigten. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen vier weitere Mitarbeiter. Es gab Büro- und Wohnungsdurchsuchungen.

VW-Logo in Wolfsburg
DPA

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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen wegen des Abgasskandals bei Volkswagen erneut ausgeweitet. Aus den laufenden Vernehmungen hätten sich Verdachtsmomente gegen vier weitere derzeitige und ehemalige Mitarbeiter ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe.

Dadurch sei die Zahl der Beschuldigten auf 21 gestiegen. Es seien in dem Fall auch Büros und Privatwohnungen in Niedersachsen durchsucht worden. Die Ermittlungen gingen nicht auf Klagen in den USA zurück, betonte Ziehe.

Als Erstes hatte das "Handelsblatt" über die Ausweitung der Ermittlungen berichtet. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende September 2015 ein Verfahren wegen der Manipulationssoftware in Dieselmotoren von Volkswagen eingeleitet. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge von dem Skandal betroffen.

Die Staatsanwaltschaft führt mehrere Verfahren im Zusammenhang mit dem Abgasskandal. Ermittlungen richten sich auch gegen den früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und den amtierenden Markenchef Herbert Diess wegen möglicher Marktmanipulation. Dabei gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Volkswagen möglicherweise bewusst zu spät über die finanziellen Folgen der Abgasmanipulation informierte.

asa/dpa/Reuters



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wibo2 26.07.2016
1. VW scandal - Germany's reputation on the line
"Aus den laufenden Vernehmungen hätten sich Verdachtsmomente gegen vier weitere derzeitige und ehemalige Mitarbeiter ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe. Dadurch sei die Zahl der Beschuldigten auf 21 gestiegen." (SPON) Bei diesem VW Skandal hat Niemand schuld außer die Täter von VW selbst. Und alles, was VW an diesem Punkt noch tun könnte, ist hoffen, dass die amerikanische Autokauf Öffentlichkeit sowohl nachsichtig wie vergesslich ist. Vergebung setzt konsequente Bestrafung der angeblich eigenmächtig handelnden Betrüger voraus. Solange diese nicht ermittelt und vorgestellt werden, wird es keine Ruhe für VW geben. Ist Niemand bei VW schuldig, weil alle schuldig sind? Diese Frage drängt sich immer mehr auf. Es gab viele Mitwisser des Abgasskandals, ich denke, das darf man ruhig sagen, so viel ist wohl bisher schon klar geworden.
m.m.s. 27.07.2016
2. VW scandal - the gardener is the culprit
Nach eingehender Untersuchung der Betrugsstaatsanwaltschaft wurde der ehemalige Gärtner als einzig verbleibender "Schuldiger" ausgemacht. Beim Umtopfen der Büropflanzen muss dieser durch zufälliges Drücken der Tastatur den verhängnisvollen Code eingefügt haben. An allen dann weiteren. Stationen fiel das dann nicht auf, da jeder dachte ein anderer bearbeite diesen Code-Abschnitt. So konnte dann das Verfahren eingestellt werden. Zwar wirbelt auch der Zufall keine Boeing 747 zusammen, doch bei VW machte Gott eine Ausnahme.
echoanswer 27.07.2016
3. Deutschland soll mit der Farce aufhören
Die Dreckschleudern fahren ungehindert weiter, der Steuerzahler zahlt indirekt die Strafen. Eine Umrüstung wird es nicht geben. verantwortlich war der Hausmeister. Deutschland Ist einfach nur korrupt. Es hilft nur den Schrott aus Wolfsburg zu boykottieren.
swiss-italian 27.07.2016
4. Dieselsubventionen endlich stoppen
Solange Deutschland den Diesel weiter subventioniert wie kein anderes grosses europäisches Land, solange ist die Verkehrspolitik Deutschlands und sein Minister völlig unglaubwürdig. Man kann nicht Umweltvorreiter vorgeben und spielen und dann Diesel dermassen subventionieren. Das ist eine gezielte Unterstützung der deutschen Autoindustrie die jahrzehntelang auf Diesel setzte und in der Regierung Freunde dieser Schmutztechnologie sitzen hat.
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