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Konzern in der Krise Volkswagen stoppt Neueinstellungen

Deutschlands größter Autobauer will massiv sparen – und verhängt nun einen Einstellungsstopp. Die Maßnahme gilt an allen zentralen Standorten der Stammmarke.
Kraftwerk des VW-Stammwerks in Wolfsburg

Kraftwerk des VW-Stammwerks in Wolfsburg

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Bis 2026 sollen die Kosten allein bei der Kernmarke um zehn Milliarden Euro sinken – nun verhängt Volkswagen im Ringen um die Einsparungen einen vorläufigen Einstellungsstopp für die wichtigsten Standorte. »Aufgrund der laufenden Effizienzprogramme in der Volkswagen AG werden externe Einstellungen temporär begrenzt und keine externen Stellen ausgeschrieben«, sagte ein Sprecher. Betroffen seien alle sechs Standorte in Niedersachsen und Hessen: Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Emden und Kassel. Zuvor hatte »Business Insider« berichtet.

Seit Anfang Oktober verhandelt die Kernmarke Volkswagen über das geplante Effizienzprogramm. Die Marke hat mit hohen Kosten und Produktionsausfällen zu kämpfen. In den ersten neun Monaten 2023 blieben von 100 Euro Umsatz nur rund 3,40 Euro Betriebsgewinn im Tagesgeschäft übrig. Das im Sommer angekündigte »Performance Programm« soll die Kosten bis 2026 um zehn Milliarden Euro senken und die Rendite auf 6,5 Prozent erhöhen. (Lesen Sie hier ausführlich zur Krise des Konzerns und wie der vor einem Jahr angetretene Chef Oliver Blume sie meistern möchte.)

Der VW-Betriebsrat zeigte Verständnis für den nun verhängten Einstellungsstopp. »Angesichts der jüngsten Effizienzbemühungen ist es nachvollziehbar, dass das Unternehmen nunmehr den weiteren Stellenaufbau durch Neueinstellungen noch stärker auf das Nötigste zurückfährt«, sagte ein Sprecher des Gremiums. »Wir sehen darin die Chance, zukünftig noch konzentrierter als bisher das Schlüsselthema der internen Transformation voranzutreiben.«

Wie lange der Einstellungsstopp gelten soll, ließ VW zunächst offen. Die Maßnahme gelte »bis auf Weiteres«, so der Konzernsprecher. Nicht betroffen seien bereits laufende Einstellungsverfahren, betonte der Konzernsprecher. Daneben gebe es auch Ausnahmen für zwingend erforderliche Aufgaben, etwa zur Erfüllung gesetzlicher Aufgaben. Im Oktober hatte VW einen Bericht zurückgewiesen, dass im Rahmen des Effizienzprogramms in der Verwaltung bis zu 4000 Stellen wegfallen sollen.

fdi/dpa