Wachstum in Asien und USA Volkswagen trotzt der Absatzkrise in Europa

Autokäufer in Asien und den USA befeuern bei Volkswagen den Absatz. So konnte der Konzern von Januar bis Juli seine weltweiten Verkäufe steigern, obwohl in Westeuropa die Auslieferungen einbrachen.

VW-Modelle in Wolfsburg: Konzern trotzt der Absatzkrise in Europa
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VW-Modelle in Wolfsburg: Konzern trotzt der Absatzkrise in Europa


Wolfsburg - Europas größter Autokonzern stemmt sich gegen die Absatzkrise in den Schuldenländern. Volkswagen Chart zeigen verkaufte zwischen Januar und Juli weltweit 5,2 Millionen Fahrzeuge. Das waren 9,1 Prozent mehr als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres. Allein im Juli legten die Verkäufe um 10,3 Prozent auf 734.600 Wagen zu.

In Westeuropa allerdings liefen die Geschäfte schlecht. In der Region sackten die Verkäufe angesichts der Wirtschaftskrise in vielen Ländern um 5,9 Prozent ab. Eine Ausnahme ist Deutschland: Auf dem Heimatmarkt konnte VW den Absatz um 4,4 Prozent steigern. In Osteuropa zogen die Verkäufe sogar um mehr als ein Viertel an. Dadurch wurde auch der Rückgang in den südeuropäischen Ländern aufgefangen. Unterm Strich kam für Europa mit 2,23 Millionen verkauften Fahrzeugen ein Plus von 1,6 Prozent heraus.

Massenhersteller wie PSA Peugeot Citroën Chart zeigen, Fiat Chart zeigen, Opel oder Ford Chart zeigen leiden besonders unter der Absatzkrise in Südeuropa. VW dagegen profitiert von seiner internationalen Ausrichtung. Wachstumstreiber waren für VW vor allem Asien und Nordamerika. Allein in den USA ging es um 30 Prozent nach oben. In ganz Nordamerika verkaufte der Konzern seit Jahresbeginn 457.900 Wagen und damit 21,9 Prozent mehr als im Vorjahr. In Asien setzte Volkswagen 1,72 Millionen Fahrzeuge ab, ein Plus von 17,3 Prozent. Allein in China wurden 1,51 Millionen Wagen verkauft.

Die Kernmarke VW steigerte ihren globalen Absatz um 10,4 Prozent auf 3,26 Millionen Autos. Die Tochter Audi legte um 12,4 Prozent auf 852.900 Wagen zu. Positiv entwickelte sich auch die tschechische Marke Skoda. Dagegen bekommt die spanische Tochter Seat die Krise in Südeuropa zu spüren. Der Absatz sackte um 12,2 Prozent auf 189.200 Autos ab. Um Seat Rückenwind zu verschaffen, verkauft der Konzern die Marke nun auch in China und stärkt die Präsenz in Mexiko und Russland.

mmq/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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peterbond0815 24.08.2012
1. Zeit zu handeln
Falsche Entscheidungen werden nicht in schlechten sondern in guten Zeiten getroffen. Also ist jetzt die Zeit sich auf die nächste Krise bzw. die nächste Stufe auf der Profitleiter vorzubereiten. - Stellenabbau um 10% in Hochlohnländern - Schließung bzw. Zusammenlegung von mindestens drei Werken - Defizitäre Geschäftsbereiche sanieren oder abstoßen - Verringerung der Produktionstiefe - Erhöhung des Standardisierungsgrades - Outsourcing bzw. Off-shoring von Non-Core-Prozessen
schlachtvieh 24.08.2012
2.
Zitat von peterbond0815Falsche Entscheidungen werden nicht in schlechten sondern in guten Zeiten getroffen. Also ist jetzt die Zeit sich auf die nächste Krise bzw. die nächste Stufe auf der Profitleiter vorzubereiten. - Stellenabbau um 10% in Hochlohnländern - Schließung bzw. Zusammenlegung von mindestens drei Werken - Defizitäre Geschäftsbereiche sanieren oder abstoßen - Verringerung der Produktionstiefe - Erhöhung des Standardisierungsgrades - Outsourcing bzw. Off-shoring von Non-Core-Prozessen
Erhöhung des Standardisierungsgrades (VW - Käfer vieleicht ? link: Die Erfolgsgeschichte VW Käfer - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=3rj1dCAMVwc&feature=related) ) Und sich bei all dem tollen Arbeitsplatzabbau nicht bei der nächsten Bundestagswahl über das Ergebnis ( SPD, Linke , Piraten ) wundern ( von den anderen rede ich schon gar nicht mehr...)
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