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06. Dezember 2018, 15:00 Uhr

Durch Produktivitätssteigerung

VW will Kosten stärker senken als geplant

VW will agiler werden. Um die Investitionen in die Elektromobilität zu meistern, soll die Produktivität erhöht werden. Die Pläne betreffen auch die Modellvielfalt.

Volkswagen will die Kosten bei der Kernmarke VW stärker senken als bisher geplant. Dafür will der Autohersteller unter anderem die Produktivität in den Werken um fast ein Drittel steigern. Das durch die Maßnahmen eingesparte Geld soll helfen, die Investitionen in die Elektromobilität zu stemmen.

Die Maßnahmen betreffen alle Bereiche und sollen in den nächsten Jahren weitere drei Milliarden Euro erbringen. So seien die Werke aufgefordert, ihre Produktivität um durchschnittlich 30 Prozent zu steigern, der Vertrieb solle schlanker aufgestellt, die Anzahl der verschiedenen Modellvarianten verkleinert und Personal in der Verwaltung abgebaut werden, sagte Marken-Finanzvorstand Arno Antlitz in Wolfsburg. Mit dem Betriebsrat seien darüber Gespräche aufgenommen worden.

25 Prozent der Getriebevarianten werden gestrichen

"Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel einer operativen Rendite von mindestens sechs Prozent bereits im Jahr 2022 erreichen, drei Jahre früher als geplant", sagte Antlitz.

Konkret will VW in Europa im kommenden Modelljahr 25 Prozent der Motorgetriebevarianten streichen. Betroffen seien die von den Kunden weniger nachgefragten Modelle. "Wir müssen unser Transformationstempo erhöhen: effizienter und agiler werden", sagte Ralf Brandstätter, der das Tagesgeschäft der Marke leitet.

Volkswagen hat sich im Zuge des vor einigen Jahren mit der Arbeitnehmervertretung geschlossenen Zukunftspakts bereits vorgenommen, die Kosten bis 2020 um drei Milliarden Euro zu senken. Davon sollen bis Ende 2018 gut 2,2 Milliarden Euro realisiert sein.

brt/dpa

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