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Greenpeace-Kritik Elektro-Boom bei VW wird durch Eigenzulassungen getrieben

Volkswagen gibt sich gern als E-Auto-Vorreiter. Doch die Zulassungszahlen haben laut Greenpeace einen Haken: Der Autohersteller soll seine Klimabilanz geschönt haben.
aus DER SPIEGEL 7/2021
VW-Chef Herbert Diess

VW-Chef Herbert Diess

Foto: Michael Probst / AP / picture alliance / dpa

Volkswagen hat den Absatz seiner Elektroautos mit Zehntausenden Eigenzulassungen angekurbelt. Das geht aus Berechnungen der Umweltorganisation Greenpeace hervor. Demnach hat VW 20,5 Prozent aller reinen E-Fahrzeuge und 21,7 Prozent aller Plug-in-Hybride in Europa auf sich oder die Händler zugelassen – insgesamt gut 65.000 elektrifizierte Autos.

Das Vorgehen hatte laut Studie starke Auswirkungen auf den CO2-Flottenausstoß: VW verfehlte das von der EU vorgegebene durchschnittliche Flottenziel nur um ein halbes Gramm pro Kilometer. Die dafür anfallende Strafe hat der Konzern nach Greenpeace-Berechnungen mithilfe der Eigenzulassungen um 140 Millionen Euro gedrosselt.

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Die Organisation wirft dem Konzern Tricksereien vor: »Statt mit Eigenzulassungen seine Klimabilanz zu frisieren, sollte VW zügig aus dem klimaschädlichen Geschäft mit Dieseln und Benzinern aussteigen«, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. VW weist das zurück. 2020 seien einige neue E-Modelle angelaufen, deshalb habe man den Händlern gezielt Vorführwagen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus stelle der Konzern die eigene Dienstwagenflotte derzeit systematisch auf E-Mobilität um. Zu konkreten Zahlen äußert sich VW nicht, betont jedoch, der hohe Absatz von E-Autos sei »kein Strohfeuer«.

Aus: DER SPIEGEL 7/2021

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