"European Battery Union" VW gründet Konsortium zur Batterie-Forschung

VW will alles auf die Elektro-Karte setzen - und gründet ein internationales Konsortium zur Batteriezellen-Forschung. Der Zusammenschluss will bei Wirtschaftsminister Altmaier Fördergeld beantragen.

Ein VW Golf Hybrid (Archivbild)
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Ein VW Golf Hybrid (Archivbild)


Volkswagen hat sich mit Partnern aus sieben EU-Staaten zur Forschung zu Batteriezellen für Elektroautos zusammengeschlossen. Die Partner aus Industrie und Forschung bilden in Zukunft das Konsortium "European Battery Union" (EBU), teilte Volkswagen mit. Ziel sei, ab 2020 umfassende Kompetenzen bei der Batteriezellfertigung aufzubauen.

Dabei gehe es sowohl um Rohstoffabbau als auch um die Erforschung von Zelltechnologie und Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling von E-Auto-Akkus. Zuvor hatten sich VW, Daimler und BMW im Streit um den Antrieb der Zukunft darauf geeinigt, dass batterieelektrische Autos und Hybride das "Gebot der Stunde" seien.

VW-Chef Herbert Diess hatte gefordert, dass Entwicklung und Förderung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen, Gasantrieben oder anderen umweltfreundlicheren Varianten eingestellt werden müssten. BMW-Chef Harald Krüger widersprach.

Das Konsortium, das von Volkswagen und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt geführt werde, will sich den Angaben zufolge an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen. Zuvor hatte Volkswagen bereits für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland Fördergelder des Bundes beantragt.

Insgesamt haben nach Angaben des Wirtschaftsministeriums mehr als 30 Unternehmen Interesse an einer solchen Förderung. Darunter seien neben Autoherstellern auch Zulieferer, Batteriehersteller, Chemieunternehmen sowie Rohstoff- und Recyclingunternehmen. Altmaier hatte angekündigt, der Bund wolle den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Milliarde Euro fördern. Europa hinkt bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos vor allem Asien hinterher.

kko/dpa

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