Leichenfund DNA-Analyse bestätigt Identität von mutmaßlichem VW-Spitzel

Zwischen einem Leichenfund in Rottorf und der Abhöraffäre bei VW besteht ein Zusammenhang. Nach Behördenangaben handelt es sich bei dem Toten in einem brennenden Auto um jenen Mitarbeiter, der heimlich Gespräche mitschnitt.
Volkswagen-Logo in Hamburg (Archivbild)

Volkswagen-Logo in Hamburg (Archivbild)

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS

Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Auto in Rottorf (Landkreis Helmstedt) steht fest, dass es sich um den mutmaßlichen konzerninternen Spitzel in der VW -Abhöraffäre handelt. Die DNA-Analyse habe ergeben, dass es der Halter des Fahrzeugs sei, sagte Staatsanwältin Julia Meyer. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Wie Meyer weiter sagte, deutet vieles auf einen Suizid hin, was aber nicht abschließend geklärt ist.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hatte Anfang August mitgeteilt, dass sie auch den Umständen eines möglichen Brandanschlags auf das Haus des Mannes auf den Grund geht. Demnach soll das Gebäude in einer kleinen Ortschaft im Mai in Flammen gestanden haben und vollständig zerstört worden sein.

Bei der kürzlich bekannt gewordenen Abhöraktion ging es um vertrauliches Audiomaterial aus einer VW-Arbeitsgruppe. Bevor der Konzern im März 2018 alle Verträge mit dem Zulieferer Prevent kündigte, sollen Unternehmensvertreter länger über den künftigen Umgang mit der Firma beraten haben.

Der jetzt tot aufgefundene ehemalige Volkswagen-Mitarbeiter soll diese Gespräche in den Jahren 2017 und 2018 heimlich mitgeschnitten haben - der Autobauer stellte daraufhin Strafanzeige. Prevent habe keine Kenntnis von den Mitschnitten gehabt, hatte ein Sprecher der Gruppe gesagt.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

dab/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.