Abgasskandal Auch Australien verklagt VW

Die Klagewelle gegen Volkswagen nimmt kein Ende. Nun geht auch die australische Verbraucherschutzbehörde gegen den Konzern vor. Es geht um 57.000 Wagen mit manipulierter Abgassoftware.
Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa

Der Abgasskandal holt Volkswagen auch in Australien ein. Die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC kündigte nun eine Klage gegen den Wolfsburger Konzern an. Sie wirft dem Autohersteller vor, in den vergangenen fünf Jahren mehr als 57.000 Fahrzeuge mit einer Betrugssoftware verkauft zu haben.

Volkswagen   hatte im September 2015 die Manipulation von Abgaswerten bei weltweit elf Millionen Dieselautos eingestanden. Eine illegale Abschalteinrichtung sorgt dafür, dass die Wagen Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, nicht aber auf der Straße.

Der Konzern sieht sich deshalb mit zahlreichen Klagen und milliardenschweren Schadensersatzforderungen konfrontiert. Zu Verfahren durch Behörden kommen vielerorts private Sammelklagen -auch in Australien.

Im Juni hatte sich Volkswagen mit US-Behörden und Privatklägern auf einen bis zu 15,3 Milliarden Dollar teuren Vergleich geeinigt. In Großbritannien verlangte ein parlamentarischer Umweltausschuss von der Regierung, härter gegen VW vorzugehen. Die Forderungen des Komitees sind jedoch nicht bindend für die Londoner Politiker, die in der Dieselgate-Affäre noch über mögliche Sanktionen gegen Europas größten Autobauer entscheiden müssen.

dab/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.