Kartellverdacht Aktienkurse von VW, BMW und Daimler brechen ein

Deutschlands Vorzeigebranche unter Kartellverdacht: Die Aktienkurse Deutschlands führender Autobauer sind eingebrochen, nachdem der SPIEGEL geheime Konzernabsprachen aufgedeckt hat.

Fahrzeuge deutscher Autobauer (Archiv)
DPA

Fahrzeuge deutscher Autobauer (Archiv)


Aktien deutscher Autokonzerne sind am Freitag an den Börsen stark unter Druck geraten. Hintergrund ist einSPIEGEL-Bericht über jahrelange, detaillierte Absprachen zwischen den Firmen.

Der Kurs der BMW Chart zeigen-Aktie verlor über drei Prozent, Daimler Chart zeigen fast drei Prozent. Papiere von Volkswagen Chart zeigen gaben zwischenzeitlich knapp fünf Prozent nach und rutschten ans Ende des deutschen Leitindexes Dax.

VW, Audi Chart zeigen , Porsche Chart zeigen, BMW und Daimler sollen sich in geheimen Arbeitskreisen zu Technik, Kosten und Zulieferern abgesprochen haben, wie der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet. VW und Daimler sollen eine "Art Selbstanzeige" bei den Wettbewerbsbehörden eingereicht haben.

Der Vorwurf wiegt schwer: Mehr als 200 Mitarbeiter der Unternehmen sollen sich seit den Neunzigerjahren in über 60 Arbeitskreisen abgestimmt und so den Wettbewerb außer Kraft gesetzt haben. Es soll dabei um alle Bereiche der Autoentwicklung gegangen sein. Dazu gehören auch Absprachen zur Technik für die Abgasreinigung von Dieselautos.

Volkswagen, Daimler und BMW wollten sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. Daimler und BMW sprachen von "Spekulationen".

beb/dpa

insgesamt 105 Beiträge
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oldman2016 21.07.2017
1. Westen so weiß wie Dieselabgase
Die deutschen Kfz-Hersteller haben bei der Schummelei mit Abgasen, insbesondere bei Dieselfahrzeugen, nach meiner Meinung zunächst einmal ein unheilvolles Kartell mit Politik und Behörden gebildet. Alles wegen der Arbeitsplätze, sagt die Politik. Ich behaupte alles wegen des Gewinnes für die Unternehmen und deren Anteilseigner. Dass die Zulieferer unter dem Diktat der großen Autokonzerne vor die Hunde gehen und dort massenweise Arbeitsplätze aus Kostengründen ins Ausland verlagert worden sind und werden, verschweigen die Politiker. Warum nur?
frame 21.07.2017
2.
Es wäre ja auch seltsam gewesen, wenn BMW nicht mit von der Partie gewesen wäre. Ich hab mich schon gewundert......
Magentasalex 21.07.2017
3. Langsam beschleicht mich....
Langsam beschleicht mich der Verdacht, dass wir alle langsam und unausweichlich in eine Art Zusammenleben hineinschliddern, in der jeder des anderen Feind ist....
normanr, 21.07.2017
4. jawoll
so isses richtig.
laracrofti 21.07.2017
5. Da sind wir mal gespannt über die
Enthüllungen. Wenn das nur annähernd stimmt, dann müssen diese Kartell-Teilnehmer sowas von dämlich sein anzunehmen sie könnten so eine Absprache, in der soviel Mitwisser aktiv sind, geheim halten.
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