VW-Dieselaffäre Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue

Volkswagen soll einem Manager Boni ausgezahlt haben, obwohl der längst im Zuge der Abgasaffäre freigestellt war. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Volkswagen-Stammwerk: Geld trotz Suspendierung
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Volkswagen-Stammwerk: Geld trotz Suspendierung


In der Abgasaffäre von Volkswagen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Die Behörde ermittele wegen des Verdachts, dass Bonuszahlungen an einen VW-Manager gezahlt wurden, obwohl dieser in der Abgasaffäre längst freigestellt gewesen sei, bestätigte eine Sprecherin am Dienstag. Die Untersuchungen stünden erst am Anfang.

"Bild am Sonntag" hatte berichtet, bei dem VW-Manager handele es sich um einen der fünf Personen, gegen die die Staatsanwaltschaft vergangene Woche Anklage erhoben habe. Zu den Angeklagten zählt auch Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn.

Der Zeitung zufolge zahlte Volkswagen dem Manager zwischen 2016 und 2018 Boni in Höhe von 866.000 Euro. Bei ihren neuen Untreue-Ermittlungen habe die Justiz im Januar entsprechende Vergütungsunterlagen beschlagnahmt. Der Abgasskandal war bereits im September 2015 aufgeflogen. Volkswagen äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

mik/Reuters



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