Nach interner Untersuchung Ex-Cheflobbyist Steg soll zu VW zurückkehren

Während der Affäre um Abgasversuche an Affen schickte VW Thomas Steg in den Zwangsurlaub. Er soll von den Tests gewusst haben. Nach SPIEGEL-Informationen überlegt der Konzern nun, den Lobbyisten zurückzuholen.
VW-Lobbyist Thomas Steg

VW-Lobbyist Thomas Steg

Foto: Markus Schreiber/ AP

Der VW-Konzern erwägt, seinen beurlaubten Cheflobbyisten Thomas Steg zurückzuholen. Steg war in der Affäre um Abgasversuche an Affen im Januar von seinen Aufgaben entbunden worden, weil er von den umstrittenen Tests gewusst haben soll.

Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, habe eine interne Untersuchung jedoch kein Fehlverhalten Stegs ergeben, so heißt es aus dem Konzern. Hinzu kommt, dass der ehemalige Regierungssprecher wegen seiner politischen Kontakte als schwer ersetzbar gilt. Zunächst soll die geplante Rückkehr im Konzern diskutiert werden. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Ein VW-Sprecher sagt: "Dazu gibt es keine Entscheidung." Der Wettbewerber BMW hat seine personellen Konsequenzen aus der Affentestaffäre bereits rückgängig gemacht. Im Januar hatte der Konzern einen Mitarbeiter in den Innendienst versetzt, weil der BMW in der Lobbyorganisation EUGT, dem Auftraggeber der Tierversuche, vertreten hatte. Mittlerweile habe der Mitarbeiter "seinen Aufgabenumfang wieder vollständig übernommen", sagt BMW.

Die Begründung: Dem Beschäftigten könne kein rechtswidriges Verhalten nachgewiesen werden. Lediglich bei Daimler gab es eine dauerhafte Änderung: Ein Mitarbeiter, der im Vorstand der mittlerweile aufgelösten EUGT saß, hat den Konzern verlassen.

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