Oliver Schmidt VW feuert wegen Abgasskandals inhaftierten Manager

Sieben Jahre Haft in den USA, 400.000 Dollar Geldbuße: Kein Volkswagen-Mitarbeiter wurde bisher härter für den Dieselskandal bestraft als Oliver Schmidt. Jetzt hat VW den Ex-Manager auch noch entlassen.

Ex-VW-Manager Schmidt (Archivbild)
Volkswagen

Ex-VW-Manager Schmidt (Archivbild)


Volkswagen hat seinen in den USA wegen des Abgasskandals inhaftierten Ex-Manager Oliver Schmidt entlassen. Das berichtet die "Bild am Sonntag" und beruft sich dabei auf Informationen aus Unternehmenskreisen.

Schmidt leitete früher das Umweltbüro von VW in den USA. Er war vor zwei Wochen von einem US-Gericht wegen seiner Rolle im Abgasskandal zur höchstmöglichen Strafe von sieben Jahren Gefängnis und 400.000 Dollar (338.000 Euro) verurteilt worden. Seine bevorstehende Entlassung hatte sich bereits abgezeichnet.

Ein Konzernsprecher aus Wolfsburg wollte den Bericht am Donnerstag nicht kommentieren. Grundsätzlich gelte aber, dass bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden müssten. "Die Volkswagen AG prüft die angemessenen Maßnahmen in solchen Fällen sehr sorgfältig und nach eingehender Würdigung des spezifischen Sachverhalts".

Der 48-jährige Schmidt hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt. Er ist nach dem früheren VW-Ingenieur James Liang der zweite langjährige VW-Mitarbeiter, der aufgrund der Abgasaffäre in den USA zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Im September 2015 hatte Volkswagen Chart zeigen nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Abgastests manipuliert zu haben.

dab/dpa

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