Corona-Folgen VW-Händler erwarten Einbruch von bis zu 25 Prozent

Gestoppte Produktionen, geschlossene Autohäuser: Wegen der Coronakrise rechnen VW-Händler mit bis zu einem Viertel weniger Umsatz. Große Hoffnungen setzen sie aufs Elektromodell ID.3.
VW-Händler in Hannover (Archivbild): "Kaum noch aufzuholen"

VW-Händler in Hannover (Archivbild): "Kaum noch aufzuholen"

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Die deutschen Volkswagen-Händler rechnen mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 25 Prozent in diesem Jahr. Zwar ziehe das Geschäft seit Juli wieder spürbar an, sagte der Chef des deutschen Volkswagen- und Audi-Händlerverbands, Dirk Weddigen, dem Onlineportal Merkur.de. Doch sei auf Jahressicht der durch die Coronakrise verursachte Absatzeinbruch aus dem ersten Halbjahr "kaum noch aufzuholen".

Insgesamt müssten sich die Händler im laufenden Jahr auf ein Minus von "20 bis 25 Prozent" beim Vertrieb von Neuwagen einstellen, sagte Weddigen. Die Produktionsunterbrechungen sowie Schließungen von Autohäusern im Frühjahr hätten einen "Umsatzausfall von mindestens drei Monaten" zur Folge gehabt.

Große Hoffnungen setzen die Volkswagen-Händler allerdings in den bevorstehenden Marktstart des vollelektrischen ID.3. Die Nachfrage nach dem Modell habe die Erwartungen "bei Weitem übertroffen", sagte Weddigen. Die Lieferzeit liege statt der für die meisten Modelle üblichen vier bis sechs Wochen inzwischen bei rund vier Monaten. Der ID.3 mit der kleineren 45-kWh-Batterie sei für das laufende Jahr bereits nahezu ausverkauft.

"Viele Marktbeobachter werden sich wundern, wie schnell wir Tesla mit dem ID.3 überholen werden", sagte Weddigen. Das Modell soll ab Anfang September ausgeliefert werden.

dab/AFP
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