LKW- und Bushersteller VW-Marke Scania will 5000 Stellen streichen

Die Coronakrise belastet auch Hersteller von Nutzfahrzeugen. Wie bei dem VW-Unternehmen MAN sollen bei der schwedischen Tochterfirma Scania Tausende Jobs wegfallen.
Logo eines Scania-Lastwagens auf der IAA

Logo eines Scania-Lastwagens auf der IAA

Foto: Rainer Jensen/ dpa

Die zu Volkswagen gehörende Nutzfahrzeugmarke Scania will im Zuge der Coronakrise weltweit rund 5000 Stellen streichen. Um weiter profitabel zu bleiben, müsse die Kostenstruktur des Unternehmens langfristig angepasst werden, sagte Scania-Chef Henrik Henriksson bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen der schwedischen VW-Tochter. Deshalb stehe man vor der schwierigen Maßnahme, die Personalstärke global um knapp 5000 Mitarbeiter zu verringern.

In welchen Ländern die Stellen wegfallen, gab Scania nicht bekannt. Eine Unternehmenssprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass es sich um eine globale Maßnahme handle und alle Teile des Unternehmens betroffen seien.

Auch MAN will Tausende Stellen streichen

Scania gehört wie MAN zur VW-Nutzfahrzeugholding Traton, die auch bei MAN Stellen streichen will. Erste Gespräche mit den MAN-Arbeitnehmern sollen in München nach der Sommerpause beginnen, wie der neue Traton-Chef Matthias Gründler sagte. In Medienberichten war die Rede davon, dass bis zu 6000 der 36.000 Stellen bei MAN wegfallen könnten.

Das erste Halbjahr war für den Lkw- und Bushersteller Scania aufgrund der Corona-Pandemie von einer geringeren Nachfrage und niedrigeren Produktionszahlen geprägt. Der Nettoumsatz der Scania-Gruppe ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf rund 58,5 Milliarden schwedische Kronen (5,7 Mrd. Euro) zurück, das Betriebsergebnis sank um 70 Prozent auf 2,8 Milliarden Kronen (274 Mio. Euro).

Nach einem kompletten globalen Produktionsstopp während des Frühjahrs sei der Betrieb vorsichtig wieder angelaufen, sagte Henriksson. Wie die Nachfragesituation künftig aussehen werde, sei aber weiter ungewiss.

rai/dpa
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