Abschied vom Luxus VW stößt Mehrheit seiner Bugatti-Anteile ab

Herbert Diess räumt im Dickicht der vielen VW-Automarken auf. Die Mehrheit der Luxusmarke Bugatti geht an den kroatischen Autokonzern Rimac über.
Präsentation von Bugatti in Frankfurt am Main (Archivbild von 2015)

Präsentation von Bugatti in Frankfurt am Main (Archivbild von 2015)

Foto: REUTERS

Der Autobauer Volkswagen verkauft die Mehrheit an seiner prestigeträchtigen französischen Luxusmarke Bugatti. Das verkündeten die Porsche AG, innerhalb von Europas größter Autogruppe VW für den Sportsektor zuständig, und der neue Bugatti-Haupteigentümer Rimac.

Die kroatische Firma hatte schon länger Interesse an den sehr teuren und schnellen Fahrzeugen gezeigt und soll künftig 55 Prozent der Anteile an einem neuen Gemeinschaftsunternehmen namens Bugatti-Rimac halten.

Porsche will an dem Joint Venture, das im vierten Quartal gegründet werden soll, mit einem Minderheitsanteil von 45 Prozent beteiligt bleiben. Damit liege die operative Führung bei Rimac, sagte Porsche-Vorstandschef und VW-Konzernvorstand Oliver Blume. Zu den finanziellen Konditionen des Deals wurden keine Details genannt.

Für die VW-Fahrzeugmarken, wie sie bisher definiert sind, bedeutet der Verkauf von Bugatti eine Reduktion von zwölf auf elf. VW hatte sich Bugatti 1998 einverleibt. Vor allem der frühere Vorstands- und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte in seinen Amtszeiten auf eine immer größere Markensammlung gesetzt.

Der heutige VW-Chef Herbert Diess hatte zuletzt aber bereits klargemacht, dass sich die Zeiten geändert haben. Eine große Markenzahl per se ist für ihn kein Kriterium mehr.

Dem Deal müssen noch Kartellbehörden in mehreren Ländern zustimmen. Porsche und Rimac sind bereits seit einigen Jahren miteinander verzahnt: Porsche ist seit 2018 an Rimac beteiligt, inzwischen hält der Sportwagenbauer 24 Prozent am kroatischen Unternehmen.

ssu/dpa
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