Quartalszahlen VW-Konzern schreibt wieder schwarze Zahlen

Angesichts der Abgasaffäre ist der Volkswagen-Konzern besser ins Jahr gestartet als erwartet. Im Vorjahresvergleich brach der Gewinn allerdings deutlich ein.

Kraftwerk am VW Werk in Wolfsburg
DPA

Kraftwerk am VW Werk in Wolfsburg


Der Abgasskandal hat den Volkswagen-Konzern auch im ersten Quartal belastet. Unterm Strich machte VW einen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Rückgang um rund 20 Prozent.

Damit startete der Konzern jedoch besser ins Jahr, als angesichts der Abgasaffäre erwartet worden war. Einschließlich positiver Währungseffekte stieg das operative Ergebnis sogar leicht auf 3,4 Milliarden Euro von 3,3 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Vor allem die Luxusmarke Porsche Chart zeigen stützte das Ergebnis. Auch die tschechische Tochter Skoda glänzte.

Besonders die Kernmarke leidet jedoch weiter stark unter den Folgen der Abgasaffäre. Zwar kehrte VW in den ersten drei Monaten mit 73 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern in die schwarzen Zahlen zurück. Doch im Vergleich zum Startquartal des Vorjahres brach der Gewinn um 86 Prozent ein. Auch der wichtige Gewinnbringer Audi musste Einbußen hinnehmen. Der Konzern hatte in den vergangenen Monaten mit hohen Rabatten versucht, den Verkauf von VW-Autos stabil zu halten.

VW-Konzernchef Matthias Müller zeigte sich vorsichtig zufrieden: "Es ist uns auch im ersten Quartal gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Dieselthematik in Grenzen zu halten und unter schwierigen Bedingungen respektable Ergebnisse zu erwirtschaften." Der Konzernumsatz sank um 3,4 Prozent auf knapp 51 Milliarden Euro.

Die Aktie Chart zeigen fiel nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zwischenzeitlich um vier Prozent. Zwar habe das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Michael Punzet von der DZ Bank in einem ersten Kommentar. Die Kernmarke VW habe die Gewinnerwartungen aber verfehlt und das China-Geschäft sei schwächer gewesen. VW hatte wegen der Abgasaffäre im abgelaufenen Geschäftsjahr den größten Verlust seiner Geschichte verbucht.

brk/dpa/Reuters

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