Insolvente Baumarktkette Nachschub für Praktiker ist gesichert

Mitarbeiter und Kunden der Praktiker-Baumärkte müssen keine leeren Regale fürchten. Die Warenversorgung der Kette ist vorerst gesichert. Der vorläufige Insolvenzverwalter einigte sich mit Banken, Lieferanten und Versicherern.
Praktiker-Baumarkt (Archivbild): Die Regale sollen voll bleiben

Praktiker-Baumarkt (Archivbild): Die Regale sollen voll bleiben

Foto: Oliver Dietze/ picture alliance / dpa

Hamburg - Die insolventen Praktiker-Baumärkte werden weiter mit Produkten beliefert. Der vorläufige Insolvenzverwalter Christopher Seagon teilte am Dienstag mit, er habe sich mit Warenkreditversicherern, Banken und Lieferanten über die Finanzierung der Warenversorgung geeinigt. Grundlage dafür sei ein Massekredit, über dessen Einzelheiten Stillschweigen vereinbart worden sei. Solche Kredite werden zahlungsunfähigen Unternehmen gewährt, damit der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Nach der Baumarktkette Praktiker hatte im Juli auch die Tochtergesellschaft Max Bahr wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Seagon und der vorläufige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder, der für 78 Max-Bahr-Märkte zuständig ist, führen auch für diese Baumarktkette Verhandlungen über die Warenfinanzierung. Sie erwarten nach eigenem Bekunden einen zeitnahen Abschluss. Seagon verwaltet neben 168 Praktiker-Filialen auch 54 auf Max Bahr umgeflaggte ehemalige Standorte von Praktiker  . Beide Filialketten zusammen haben in Deutschland rund 15.000 Mitarbeiter, einschließlich Teilzeitkräften und geringfügig Beschäftigten

Seagon treibt auch den Verkauf der Praktiker-Kette voran. Strategische Investoren und Finanzinvestoren hätten Interesse an einer Übernahme der Gruppe im Ganzen oder in Teilen bekundet, sagte er. Die Verwalter rechnen Anfang September mit Angeboten.

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stk/dpa
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