Starinvestor Warren Buffett steigt bei deutschem Chemiekonzern Lanxess ein

Im großen Stil hat Investorenlegende Warren Buffett in den Chemiekonzern Lanxess investiert. Der Börse gefällt das.

Warren Buffett
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Der US-Großinvestor Warren Buffett hat ein großes Aktienpaket des Kölner Chemiekonzerns Lanxess gekauft. Der Investor halte über seine Firma General Reinsurance gut drei Prozent der Stimmrechte, teilte Lanxess mit. General Re gehört zu Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Buffetts Lanxess-Aktieninvestition ist damit derzeit rund 170 Millionen Euro wert.

Lanxess-Aktien legten nach dem Einstieg des Investors an der Börse deutlich zu und stiegen um mehr als drei Prozent. Damit waren sie größter Gewinner im MDax, Deutschlands zweitwichtigsten Aktienindex.

Der Multimilliardär Buffett, der den Spitznamen "Das Orakel von Omaha" trägt, steht seit über 50 Jahren an der Spitze von Berkshire Hathaway und gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Investoren der Welt. Seine Beteiligungsgesellschaft ist mit einem Marktwert von knapp 409 Milliarden Dollar in einer Vielzahl von Branchen investiert.

hej/Reuters



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CommonSense2006 29.05.2017
1. Bewunderung
Ich bewundere den alten Herren sehr, er ist jetzt 86 und geht jeden Tag in sein Büro, fährt ein norales Auto, wohnt in einem normalen Haus und hat Spaß an seiner Arbeit, die er so erfolgreich macht wie sonst keiner uaf der Welt. Freut mich, dass er auch gerne in Deutschland investiert, das empfinde ich als Auszeichnung für unsere Wirtschaft.
lebeauroy 29.05.2017
2. Ich bewundere diesen Mann
Nicht weil er ein normales Auto fährt und nicht weil er in einem normalen Haus wohnt. Das ist eine typisch (irgendwie krankhafte) deutsche Eigenschaft, sich zu wünschen, dass Reiche und Promis so simpel leben wie jedermann. Aber so ist das Leben halt nicht. Jeder lebt und darf leben, wie er sich das Leben vorstellt und nicht wie die Masse sich das wünscht. Ich bewundere Buffet, weil er konstant in seinen Ergebnissen ist, trotz massiver Veränderung der (politischen, soziologischen, ökonomischen) Welt. Er versteht die Welt wie sonst keiner.
hefe21 29.05.2017
3. Das wäär iir Gewiiin gewääisen
Und wieder hat jemand im (M)Dax "gewonnen" - scheint sich eindeutig um einen Preisausschreibenindex zu handeln. Könnte natürlich auch sein, dass der auftretende Käufer für eine bestimmte Menge der Finanzware Lanxess einen um 3% höheren Preis als zuletzt gehandelt bezahlt hat. Also mehr Finanzierungsmittel verwenden musste. Wenn morgen beim Bäcker des Vertrauens der branchentypischen "Gewinn"trompeter ein Brötchen um 3 Cent teurer wird - ist es dann auch der "Gewinner des Tages". Fragt mit mehltauischen Grüssen ihr Gewinnspielverantwortlicher. Und wenn die Finanzierungsanforderung dieser Finanzware um weitere 20% steigt - ist dann das Geldvermögen (zumindest lt. Bundesbank) um diesen Betrag gestiegen oder ist das völlig schnurze, weil ja das Geldvermögen eines Käufers um diesen Betrag mehr sinken würde/müsste? Und wenn die fiktive Preisforderung z.B. für die Apfelbauern aus Cupertino USD 750 Mrd. beträgt und sich in dieser Fiktionssumme deren versteckte Barvermögen von mehreren Hundert Milliarden spiegeln - wie sinnvoll ist es dann, diese Barvermögen UND den Fiktionspreis im "Geldvermögen" auszuweisen?
Ersti1 29.05.2017
4. Wie kommen Sie darauf,
Zitat von lebeauroyNicht weil er ein normales Auto fährt und nicht weil er in einem normalen Haus wohnt. Das ist eine typisch (irgendwie krankhafte) deutsche Eigenschaft, sich zu wünschen, dass Reiche und Promis so simpel leben wie jedermann. Aber so ist das Leben halt nicht. Jeder lebt und darf leben, wie er sich das Leben vorstellt und nicht wie die Masse sich das wünscht. Ich bewundere Buffet, weil er konstant in seinen Ergebnissen ist, trotz massiver Veränderung der (politischen, soziologischen, ökonomischen) Welt. Er versteht die Welt wie sonst keiner.
dass die "Eigenschaft", "sich zu wünschen, dass Reiche und Promis so simpel leben wie jedermann", typisch deutsch sei? Haben Sie gesicherte Erkenntnisse oder ist die Behauptung ideologisch motiviert? Zum Thema, Buffett macht alles richtig, das ist Nachhaltigkeit im positiven Sinne.
CommonSense2006 29.05.2017
5.
Zitat von lebeauroyNicht weil er ein normales Auto fährt und nicht weil er in einem normalen Haus wohnt. Das ist eine typisch (irgendwie krankhafte) deutsche Eigenschaft, sich zu wünschen, dass Reiche und Promis so simpel leben wie jedermann. Aber so ist das Leben halt nicht. Jeder lebt und darf leben, wie er sich das Leben vorstellt und nicht wie die Masse sich das wünscht. Ich bewundere Buffet, weil er konstant in seinen Ergebnissen ist, trotz massiver Veränderung der (politischen, soziologischen, ökonomischen) Welt. Er versteht die Welt wie sonst keiner.
Vielleicht habe ich das nicht gut formuliert, in erster Linie bewundere ich ihn für seine tollen Ergebnisse und die Konstanz, mit der er diese erreicht, unter anderem auch, weil er konsequent die Finger von Dingen lässt, die er nicht versteht (Die Dotcom-Blase ist an ihm vorbeigegangen, weil er deren Geschäftsmodell nicht verstanden hat, Facebook und Google aber auch). Mich stört es auch nicht, wenn Larry Ellison ich eine neue Jacht bauen lässt, ist schließlich sein Geld. Aber ich finde es auf einer menschlichen Perspektive angenehm, dass Buffett nicht so viel Geld verdient, um seinem Ego zu schmeicheln und der Welt zu zeigen, was für ein toller Held er ist, sondern er macht das, weil es das ist, was er am Besten kann und weil es ihm Spaß macht. Und ich glaube auch nicht, dass das eine besonders deutsche Eigenschaft ist, bodenständige und bescheidene Typen zu mögen, die trotz eines gigantischen Vermögens normal leben und normale Dinge wertschätzen können. Das wird glaube ich überall auf der Welt anerkannt.
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