Trotz Brexits Warren Buffett liebäugelt mit Deals in Großbritannien

Starinvestor Warren Buffett hat zig Milliarden übrig - und möchte sie offenbar in Großbritannien investieren. Der drohende Brexit "zerstöre seinen Appetit" darauf "nicht im Geringsten".
Warren Buffett in Omaha

Warren Buffett in Omaha

Foto: Nati Harnik/ AP

"Wir hoffen auf einen Deal in Großbritannien und oder in Europa, egal wie der Brexit ausgeht", sagte der Milliardär Warren Buffett auf der Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska.

Der 88-Jährige steht hinter der Investmentfirma und sprach dort am Wochenende vor Zehntausenden Menschen. "Ich möchte, dass Berkshire Hathaway in Großbritannien und Europa besser bekannt wird", sagte er. "Ich würde mir wünschen, dass sie öfter an Berkshire denken, wenn Unternehmen zum Verkauf stehen."

Das Gezerre um einen Austritt Großbritanniens aus der EU sieht er dabei nicht als Hindernis. "Ich habe das Gefühl, dass es ein Fehler war abzustimmen, um zu gehen", sagte Buffett. Allerdings "zerstört es meinen Appetit nicht im Geringsten, eine sehr große Akquisition in Großbritannien zu tätigen."

Auch zum Jahresauftakt liefen die Geschäfte für Buffett wieder gut. Dank Kursgewinnen bei Aktienbeteiligungen konnte Berkshire Hathaway wieder einen satten Überschuss ausweisen. Dieser summierte sich im ersten Quartal auf 21,7 Milliarden Dollar.

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete. Zuletzt kaufte sich Buffetts Gesellschaft bei Amazon ein. Buffett steckt das viele überschüssige Geld von Berkshire Hathaway gern in Firmenübernahmen. Zum Quartalsende saß er auf liquiden Mitteln von gut 114 Milliarden Dollar. Viele Aktionäre fiebern auf einen großen Deal hin, Buffett fand bisher aber keine attraktiven Unternehmen, die seinen Preisvorstellungen entsprechen.

lov/Reuters