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04. Mai 2019, 19:12 Uhr

Aktionärstreffen von Berkshire Hathaway

Buffett präsentiert glänzende Zahlen

21,7 Milliarden Dollar erwirtschaftete die Investmentgesellschaft von Warren Buffet im vergangenen Quartal. Die Investorenlegende redet die Zahlen beim jährlichen Aktionärstreffen in Omaha dennoch klein - sie seien verzerrt.

Zehntausende Aktionäre aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr zu dem Aktionärstreffen von Berkshire Hathaway, der Investmentgesellschaft von Staranleger Warren Buffett. Und dieses Jahr wurden sie mit glänzenden Zahlen begrüßt.

Der Nettoüberschuss von Berkshire Hathaway stieg im vergangenen Quartal nach Firmenangaben auf 21,7 Milliarden Dollar. Im Vorquartal hatte noch ein Minus von 25,4 Milliarden in den Büchern gestanden. Das Betriebsergebnis von Berkshire Hathaway stieg um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar.

Buffett selbst jedoch redet die Zahlen klein. Er rät sogar davon ab, ihnen viel Beachtung zu schenken. Seit Einführung einer neuen Bilanzierungsmethode, durch die der Marktwert unrealisierter Investmentgewinne laufend ausgewiesen werden muss, schwankt das Ergebnis heftig und ist stark verzerrt.

Bei der von den Besuchern als "Woodstock des Kapitalismus" bezeichneten Aktionärsversammlung geht es ohnehin eher um den Starkult des 88-jährigen Börsen-Gurus Buffett als um die Zahlen. Es herrscht immer ein buntes Treiben bei dem Treffen in Buffetts Heimatstadt Omaha, wo er Fragen beantwortet und die Firmen seines Konglomerats die Event-Halle mit ihren Ständen zu einer großen Messe machen. Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete. Zuletzt kaufte sich Buffetts Gesellschaft bei Amazon ein.

Buffett kümmert sich nicht nur bei der Hauptversammlung gut um seine Investoren, im ersten Quartal verwöhnte er sie auch durch kursstützende Aktienrückkäufe im Wert von 1,7 Milliarden Dollar. Eigentlich steckt Buffett das viele überschüssige Geld von Berkshire Hathaway lieber in Firmenübernahmen. Zum Quartalsende saß er auf liquiden Mitteln von gut 114 Milliarden Dollar. Viele Aktionäre fiebern auf einen großen Deal hin, Buffett findet aber derzeit keine attraktiven Unternehmen, die seinen Preisvorstellungen entsprechen.

Zuletzt kündigte Berkshire Hathaway immerhin an, sich mit zehn Milliarden Dollar an der Finanzierung einer möglichen Übernahme des US-Ölförderkonzerns Anadarko Petroleum durch den Rivalen Occidental zu beteiligen.

Der Quartalsbericht von Buffetts Investmentgesellschaft enthält indes noch ein großes Fragezeichen: Die Ergebnisse des kriselnden US-Lebensmittelriesen Kraft Heinz liegen bislang nicht vor. Berkshire Hathaway hält rund 27 Prozent an dem Konzern, der die Bilanz im Vorquartal stark belastet hatte.

yes/dpa

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