Wegen Coronavirus Deutsche Bank schränkt Dienstreisen ein

Die Deutsche Bank hat wegen des Coronavirus Reisebeschränkungen für ihre Mitarbeiter beschlossen. Auch andere Großbanken kündigen Maßnahmen an.
Deutsche-Bank-Büro in Hongkong

Deutsche-Bank-Büro in Hongkong

Foto: Tyrone Siu / REUTERS

Die Deutsche Bank reagiert auf die rasche Ausbreitung des Coronavirus. "Wir haben Reisebeschränkungen für das chinesische Festland, Hongkong und die betroffenen Teile Italiens auferlegt und Mitarbeiter gebeten, alle nicht absolut notwendigen Reisen vorerst aufzuschieben", sagte ein Sprecher.

Das Institut arbeite mit den lokalen Standorten zusammen, um das Risiko für die Beschäftigten vor Ort sowie die reisenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen so gering wie möglich zu halten, hieß es. "Wir folgen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und haben unseren Mitarbeitern entsprechende Hygieneempfehlungen nahegelegt", sagte der Sprecher.

Die Deutsche Bank beschäftigt in China und Hongkong nach jüngsten Zahlen von 2018 insgesamt mehr als 1600 Menschen, die sich um Unternehmenskunden kümmern. Während sich die Bank in China aus dem Privatkundengeschäft zurückgezogen hat, betreibt sie in Italien auch Filialen und hat dort gut 3600 Beschäftigte. In dem südeuropäischen Land hat sich das Coronavirus zuletzt stark ausgebreitet, in Venetien und der Lombardei wurden mehrere Kommunen abgeriegelt.

Auch die Schweizer Großbank UBS hat Reisen ihrer Mitarbeiter nach China, Hongkong und Singapur eingeschränkt. Zudem werden Beschäftigte, die von einer Reise zum chinesischen Festland zurückkehren, gebeten, 14 Tagen nach ihrer Rückkehr von zu Hause aus zu arbeiten. Büros auf dem chinesischen Festland werden nur mit einer Kernbelegschaft besetzt, die übrigen Mitarbeiter sollen von zu Hause aus arbeiten.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.