Folgen des Coronavirus Lufthansa startet Sparprogramm

Wegen des Coronavirus strich die Lufthansa kürzlich alle Passagierflüge nach China. Den Ausfall versucht der Konzern mit Einsparungen zu kompensieren.
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Die Lufthansa will auf die Flugausfälle wegen des Coronavirus mit Einsparungen reagieren. Bei der Kernmarke sollen Neubesetzungen von Stellen gestrichen oder zumindest verschoben werden, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister dem "Handelsblatt".

Auch durch unbezahlten Urlaub oder Teilzeit sollten Personalkosten gesenkt werden, hieß es weiter. "Wir werden außerdem auch nicht verhindern können, einzelne Projekte zu streichen und in der Verwaltung bei den Ausgaben zu sparen", sagte Hohmeister.

Die Lufthansa-Gruppe hat bis Ende März alle Passagierflüge nach China ausgesetzt. "Das hat natürlich auch deutliche wirtschaftliche Folgen für uns und andere Industrien", sagte der Lufthansa-Manager. Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie äußerte sich der Dax-Konzern erneut nicht detailliert. Genaue Zahlen will Lufthansa am 19. März bekanntgeben. Die Lufthansa-Aktie war allein am Montag um knapp neun Prozent eingebrochen.

Auf der anderen Seite stockt Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern seine Frachtflüge nach China wieder auf. Zum Sonntag werde das Angebot auf dann acht wöchentliche Frachtverbindungen ausgebaut, kündigte ein Sprecher der Lufthansa Cargo AG an. "Mit unserem Sonderflugplan können wir flexibel auf die Nachfrage reagieren", sagte er zur Begründung.

Die von den Maßnahmen gegen das Coronavirus besonders hart getroffene Luftfracht könnte bei einem Wiederanlaufen der globalen Produktion allerdings auch zu den ersten Gewinnern gehören, wenn die unterbrochenen Lieferketten so schnell wie möglich wieder geschlossen werden müssen. "Grundsätzlich hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass auf längere Produktionspausen häufig Nachfragespitzen folgen", sagte dazu der Cargo-Sprecher.

hej/dpa

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