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27. Februar 2019, 04:21 Uhr

Trotz Imagewandel

Weight Watchers stürzt an der Börse ab

Erst im Herbst hatte sich Weight Watchers ein neues Image verpasst. Nun schockiert die Firma mit ihren jüngsten Zahlen: Die Aktie sackte nach Börsenschluss zeitweise um 30 Prozent ab. Helfen soll Oprah Winfrey.

Das US-Unternehmen Weight Watchers hat einen schwachen Start ins laufende Jahr eingeräumt und zudem einen trüben Ausblick abgegeben. Der Geschäftsbericht kam denkbar schlecht an: Die Aktie stürzte am Dienstag nach Börsenschluss zeitweise um 30 Prozent ab.

Erst im vergangenen Herbst hatte sich der Konzern mit einer veränderten Markenstrategie einen neuen Anstrich verpasst. Seitdem will Weight Watchers nur noch WW genannt werden - der neue Name sollte den Wandel zu einem breiter aufgestellten "Wellness"-Anbieter unterstreichen. Statt sich nur aufs Abnehmen zu konzentrieren, wollte man sich gesünderer Ernährung, mehr Bewegung und einer positiven Einstellung insgesamt widmen.

Dieser neue Ansatz war bislang nicht von großem Erfolg gekrönt. Im vierten Quartal, also seit die neue PR-Strategie gilt, wurden die Erwartungen enttäuscht. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn schrumpfte verglichen mit dem Vorjahreswert um rund 30 Prozent auf 43,8 Millionen Dollar, das sind umgerechnet etwa 38,5 Millionen Euro. Die Erlöse legten zwar um knapp sechs Prozent auf 330,4 Millionen Dollar zu, an der Wall Street war aber mit deutlich mehr gerechnet worden.

Vorstandschefin Mindy Grossmann kündigte an, dass Oprah Winfrey bei einer kommenden Werbekampagne eine zentrale Rolle spielen werde. Die Fernsehmoderatorin und Unternehmerin ist seit 2015 Großaktionärin, hatte ihre Beteiligung aber 2018 reduziert und hielt zuletzt noch acht Prozent.

Weight Watchers wurde 1963 in New York gegründet und zählt zu den weltweit bekanntesten Anbietern von Abnehmprogrammen.

aar/dpa

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