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13. Mai 2014, 18:14 Uhr

Verlorener Spitzenplatz

Amerikaner trinken mehr Wein als Franzosen

Schmeckt den Franzosen der Wein nicht mehr? Jedenfalls ging ihr Konsum im vergangenen Jahr deutlich zurück. Das Ergebnis: Erstmals wurde in den USA mehr Wein verkauft als in Frankreich.

Paris - Ob Bordeaux oder Burgunder: Wein gehört weltweit zu den bekanntesten Erzeugnissen Frankreichs und wird auch von den Einheimischen fleißig getrunken. Dennoch müssen die Franzosen den Spitzenplatz beim Wein-Absatz nun abgeben - an die USA.

In den Vereinigten Staaten wurden im vergangenen Jahr rund 3,9 Milliarden Flaschen zu 0,75 Liter (29 Millionen Hektoliter) verkauft und damit erstmals mehr als in Frankreich, wo 3,7 Milliarden Flaschen (28 Millionen Hektoliter) abgesetzt wurden. Die Deutschen liegen mit rund 2,7 Milliarden Flaschen (20,3 Millionen Hektoliter) auf Platz vier der Rangliste hinter Italien (21,7 Millionen Hektoliter). Die Chinesen folgen auf Platz fünf. Der weltweite Gesamtkonsum betrug 238,7 Millionen Hektoliter, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) mitteilte.

Dass die USA Frankreich als größten Weinmarkt ablösten, liegt vor allem am deutlich gesunkenen Konsum: Die Franzosen tranken im vergangenen Jahr sieben Prozent weniger Wein als noch im Vorjahr. In den USA blieb der Konsum dagegen quasi stabil.

Größter Weinproduzent war Italien mit rund 44,9 Millionen Hektoliter. Danach folgten Spanien (44,7 Millionen) und Frankreich (42 Millionen). In Deutschland wurden nach den OIV-Zahlen 8,3 Millionen Hektoliter produziert. Dies entsprach einem Anteil von etwa drei Prozent an der weltweiten Jahresproduktion.

dab/dpa/AFP

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